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Sportkegeln-Bundesliga VKC patzt in Haibach / Nach der 5978:6035-Niederlage ist die Liga wieder spannend

Topleistung von Jacobsen genügt nicht

Der Kampf um die deutsche Meisterschaft ist wieder spannend. Am letzten Hinrundenspieltag verlor Sportkegeln-Bundesliga-Tabellenführer Vollkugelclub Eppelheim überraschend beim Abstiegskandidaten TV Haibach mit 5978:6035. Zwar gelang trotzdem der Gewinn der Halbzeitmeisterschaft, doch Rot-Weiß Sandhausen schloss nach Punkten auf.

Die Eppelheimer mussten auf Tobias Lacher (privat verhindert) und Lars Ebert (verletzt) verzichten. Das allein kann die schwache Leistung im Abräumen jedoch nicht erklären. Die Haibacher spielten weit über ihre Verhältnisse und übertrafen ihren bisherigen Heimschnitt von 5890 Kegeln sehr deutlich. Gleich fünf Akteure erzielten 1000 Kegel und mehr. „Bis auf Jan waren wir alle ziemlich schwach“, meinte Jürgen Cartharius. Jacobsen erzielte im Schlusspaar phänomenale 1078 Kegel bei null Fehlern. Dabei war sein Einsatz wegen Rückenproblemen bis zum Freitag noch fraglich gewesen. Mit 406 im Abräumen übertraf er alle Haibacher. Da war es für Eppelheim allerdings schon zu spät. Daniel Aubelj kam überhaupt nicht ins Spiel und musste sich mit 980 Kegeln begnügen. Marlo Bühler war im Abräumen auch nicht sonderlich stark. Der junge Adrian Rupp braucht noch Zeit, um sich an die raue Bundesligaluft zu gewöhnen. Er leistete sich sieben Fehler und gab gegen Thomas Haas (1052) 118 Kegel ab. „An ihm hat es nicht gelegen“, nahm Cartharius das Talent in Schutz. Er selbst haderte mit seiner Form der letzten Wochen und dem fehlenden Neunerglück.

Ungewöhnlich viele Fehler

Mit 98 Kegeln Rückstand ging das Schlusspaar mit Gunther Dittkuhn und Jan Jacobsen auf die Bahnen. Während Jacobsen den Rückstand stetig verringerte, fuhr Dittkuhn weitere 37 Kegel minus ein. In die Vollen (678) war er bester Spieler, im Abräumen (fünf Fehler) lief nichts zusammen. „19 Fehler sind bei uns schon ungewöhnlich“, sagte Cartharius. Dennoch blickte er zufrieden auf die Hinrunde. „Es war zwar eine ärgerliche Niederlage, die nicht hätte sein müssen, aber wir haben sonst nur noch ein Spiel verloren und sind Erster.“ Er rechnet damit, dass bis zum Rückspiel bei Rot-Weiß Sandhausen am 29. Februar – dem viertletzten Spieltag – beide Mannschaften nichts mehr verlieren. Dann könnte es ein „Endspiel“ um den Titel geben.

Eppelheim: Bühler 1009, Aubelj 980, A. Rupp 934, Cartharius 996, Dittkuhn 981, Jacobsen 1078.

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