Lokalsport

Fußball Verbandstag benennt kein Datum für den Saisonstart

Trainer bemängeln weiter fehlende Planungssicherheit

Archivartikel

Freud und Leid hinterließ der Verbandstag, der am Samstag über das Ende der bislang unterbrochenen Fußballsaison entschieden hat. Der KSC Schwetzingen verbuchte mit dem Saisonabbruch die Meisterschaft und den erstmaligen Aufstieg in die Kreisliga (wir berichteten), die abstiegsbedrohten Clubs aus dem Verbreitungsgebiet unserer Zeitung dürfen ein weiteres Jahr in ihren Ligen verbleiben.

Doch uneingeschränkt glücklich zeigt sich Patrick Rittmaier, Trainer des SC 08 Reilingen, nicht. „Natürlich profitieren wir von dem Beschluss, dementsprechend sind wir natürlich auch zufrieden. Ich hätte mir nur gewünscht, dass ein Datum festgelegt wird, wann die neue Runde beginnen soll“, sagt Rittmaier. „Wenn es bis dahin nicht besser wäre, wäre das ja im Vorfeld absehbar. So hängen alle Trainer etwas in der Luft und können nicht wirklich gut planen.“

Während die Spielklassen in den oberen Ligen aufgefüllt werden, sind die Auswirkungen von der Kreisliga abwärts eher gering. Die Kreisliga wird die neue Spielzeit mit 18 Teams starten, in der A-Klasse ist man in Sachen Staffelstärke mit 16 beziehungsweise 17 Mannschaften fast auf Niveau. Dadurch, dass keine Mannschaften aus der Kreisliga runterkommen, scheint die Spitze in der Kreisklasse A auf den ersten Blick noch einfacher erreichbar zu sein. Doch Daniel Katsch, Trainer beim SV Rohrhof, will solcherlei Gedankenspiele gar nicht erst zulassen: „Für uns ändert sich nicht viel. Ich sehe die Liga wie in dieser Saison auch. Sechs bis sieben Mannschaften haben das Potenzial, aufzusteigen, auch wenn keiner von der Kreisliga runterkommt.“ Aufgefüllt werden die zwei Plätze, die der KSC Schwetzingen und der TSV Neckarau durch den Sprung nach oben frei machen, durch die Aufsteiger aus den B-Klassen.

Sechs-Monats-Sperre ausgesetzt

Die unterste Spielklasse des Mannheimer Fußballkreises könnte dadurch zum Sorgenkind werden. In der Kreisklasse B1 würde die Staffelstärke auf 13 Teams schrumpfen, von denen der eine oder andere nach Informationen dieser Zeitung sogar noch darum kämpft, überhaupt ein Team auf die Beine zu stellen. „Dass die B-Klasse schrumpft, ist problematisch. Ich hoffe, dass da dem Verband etwas einfällt, denn die Zukunft der B-Klasse wäre sehr wichtig, weil sie ein guter Grundstein ist, junge Spieler an die Aktivität heranzuführen“, sagt Stefano Parisi, Trainer der SG Oftersheim II.

Ein weiterer Beschluss auf dem Verbandstag erging mit Blick auf die Wartefristen bei Vereinswechseln. Diese Sechs-Monats–Sperre war mit Einstellung des Spielbetriebs am 12. März gehemmt und gilt nun als ausgesetzt bis zum 30. Juni. Heißt: Ein Spieler, der am 1. Dezember 2019 sein letztes Ligaspiel gemacht hat und anschließend wegen eines Vereinswechsels mit einer Sperre belegt worden ist, wäre demnach nicht automatisch zum 1. Juni spielberechtigt, sondern erst Mitte September, da die Zeit vom 12. März bis 30. Juni herausgerechnet wird.

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