Lokalsport

3. Handball-Liga Knappe HG-Niederlage im emotionalen Derby

Trainer Löhr lobt präsente Körpersprache

„Starke kämpferische Einstellung, eine präsente Körpersprache – anders als in der Vorwoche“, bestätigte Trainer Holger Löhr seinen Jungs von der HG Oftersheim/Schwetzingen, hatte aber trotzdem akzeptieren müssen, dass sie nach einer emotional ausgetragenen Handball-Drittliga-Begegnung in letzter Minute beim Favoriten und Zweitplatzierten der Oststaffel, SG Nußloch, mit 21:22 (8:8) unterlegen waren (wir berichteten).

Im finalen Nußlocher Offensivversuch hatte der SGN-Rechtsaußen und frühere HG-Akteur Christian Buse aus Brühl den vom heimischen Publikum umjubelten Siegtreffer erzielt. „Dass mir im letzten Angriff der Einläufer wegrennt, ist schon bitter“, nahm HG-Linksaußen Max Barthelmeß einen Teil der Schuld an der Niederlage auf sich. Nichtsdestotrotz wurde er von SGN-Seite für seinen starken Auftritt besonders in der Schlussphase zum „Spieler des Tages“ bei der HG gekürt.

Vorausgegangen waren vor 730 Zuschauern extrem torarme 23 Minuten (5:3), bis zur Pause gab es dann noch mal acht Treffer, die aber mit Vorteil für die Gäste ausfielen, so dass es ausgeglichen in die Kabinen ging – nur. Denn HG-Torhüter Maximilian Herb – übrigens ein Nußlocher und einer der Hauptprotagonisten dieses Derbys – hatte einen eroberten Ball noch ins leere SGN-Tor geworfen. Aber während der Ball über der Mittellinie dahinsegelte, ertönte die Pausensirene, erst dann landete er im Tornetz.

Möglicherweise war dies alles dem HG-Matchplan geschuldet, der den Rückraum der SGN einbremsen sollte, das Nußlocher Spiel sollte sich weit von der Mitte wegverlagern. So kam der sonst überragende Mittelmann Kevin Bitz praktisch nicht zum Zuge. Und zur Pause war die Partie für ihn schon gelaufen. Kurz vor dem 8:8 gab er Hideg wohl eine mit, so dass die Unparteiischen aus Westfalen sich genötigt sahen, ihn des Feldes zu verweisen.

Fragwürdiges Stürmerfoul

Mit einem Solo aus der zweiten Welle besorgte dann aber Jerrit Jungmann die erste und auch letzte Führung der HG. Es folgte eine Zeitspanne, in der hauptsächlich Keeper Marco Bitz in Erscheinung trat, als er den HG-Werfern einen Ball nach dem anderen wegstach. Doch trotz einer 12:16 (48.) und 17:21 (55.)-Depression sorgten Lucas Sauer (55.), Tom Jansen (56.) und zweifach eben Barthelmeß per Siebenmeter (58.) und Konter (58:45.) für den Ausgleich. Und dann lief Buse ein.

Davor hatte es allerdings noch den Aufreger des Tages gegeben: Nach dem 21:19 eroberte die HG-Deckung einmal den Ball und Messerschmidt stürmte auf den Nußlocher Kasten zu. Philipp Müller kam ihm seitlich am Kreis entgegen – und fiel nach hinten um. Vermutlich können nur die Schiedsrichter begründen, warum sie Stürmerfoul pfiffen. Ein Pfeifkonzert aus dem dichtgepackten HG-Block war ihnen für die Schlussminuten sicher. mj

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