Lokalsport

Handball-Badenliga Beim HSV Hockenheim überwiegen nach dem 26:26 gegen Schlusslicht Hardheim Frust und Enttäuschung

Trotz Punktgewinn keine Feier

Leere Gesichter statt Aufbruchstimmung: Nach der Partie gegen den TV Hardheim war den Handballern des HSV Hockenheim trotz Punktgewinns nicht zum Feiern zumute. Nach dem 26:26 (16:15) gegen das Badenliga-Schlusslicht überwogen Frust und Enttäuschung über den verpassten Befreiungsschlag in eigener Halle aufgrund einer Vielzahl vergebener Torchancen.

Mit veränderter Anfangsformatrion ging der HSV in das „Kellerduell“. Denis Kalabic agierte auf der Mittelposition als Spielmacher und markierte auch gleich den ersten Treffer der Partie. In den Anfangsminuten gelang es bis zum 3:3 durch Gubernatis via Tempogegenstoß keinem Team, sich abzusetzen. Der HSV-Linksaußen sorgte danach mit zwei weiteren Toren für die 5:3-Führung nach sechs Minuten.

Erles vollendet Zwischenhoch

Wenig später gelang Hardheims agilem Huspenina per Siebenmeter der Ausgleich zum 6:6. Bis Mitte der ersten Halbzeit entwickelte sich ein ausgeglichenes Spiel, ehe sich der HSV mit vier Toren am Stück erstmals leicht absetzte und Erles das Zwischenhoch der Rennstädter mit dem 12:9 vollendete. Anschließend setzten sich die Blauen jedoch nicht mehr weiter ab, im Gegenteil: Wie so häufig in dieser Saison sorgten Fehlpässe und vergebene Chancen der Kalabic-Truppe für ein Zwischentief, das die Gäste zum erneuten Anschluss durch Ohlhaut in der 24. Minute nutzten. Huspenina sorgte anschließend sogar für den Ausgleich aus Sicht des TV Hardheim. Nach Toren durch Hoffmann und Erles verkürzte Hardheims Steinbach wenige Sekunden vor der Halbzeit.

Zu Beginn der zweiten Hälfte verhinderte HSV-Schlussmann Sowden mit starken Reflexen den erneuten Ausgleich Hardheims. Erles per Doppelschlag sorgte abermals für eine Drei-Tore-Führung (18:15), die der HSV jedoch nur bis zum 20:17 durch Anschütz hielt.

Nicht zum ersten Mal in dieser Saison verloren die Hockenheimer anschließend in der Offensive den Faden, kassierten drei Hinausstellungen innerhalb weniger Minuten und mussten Mitte des zweiten Durchgangs trotz des starken Sowden den 20:20-Ausgleich durch Ohlhaut hinnehmen. Nach dem 22:22 zehn Minuten vor dem Ende durch den starken Gubernatis stellte Hardheim auf 22:25.

Gubernatis scheitert an Bauer

Mit sehr offensiver Deckung und siebtem Feldspieler im Angriff versuchte Trainer Kalabic die Trendwende einzuleiten. Auf Erbachers 23:26 (57.) für Hardheim antworteten Erles und Gubernatis im Tempogegenstoß mit dem Anschluss. Nach einem Lattentreffer der Gäste nutzte Erles die Chance zum Ausgleich eine halbe Minute vor Ende, überwand TVH-Schlussmann Bauer per Unterarmwurf. Gubernatis scheiterte jedoch im letzten Versuch an Gästetorwart Bauer, der das Remis festhielt.

„Eigentlich hatten wir das Spiel und den Gegner beim 20:17 im Griff, die Abwehr stand gut, wir hatten einen guten Torhüter und im Angriff haben wir immer wieder Lösungen gefunden. Danach war es wie ‚abgerissen’, unnötige Zeitstrafen kassiert und der Spielfluss war dann auch weg. Wir haben einfache Gegentore bekommen und vorne hundertprozentige Chancen, ob am Kreis, bei Tempogegenstößen oder über die Außen, nicht genutzt. In der Summe war das zu viel“, sagte Admir Kalabic.

HSV: Sowden, Peter; Hoffmann (4), Rech (1), Ziegler, Anschütz (2), Müller (2), Gubernatis (6), Diehm, Erles (8/1), Kalabic (3), Haasis. bkl

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