Lokalsport

3. Handball-Liga Frauen Ketsch II kommt beim Tabellenführer HSG Freiburg mit 20:32 unter die Räder

TSG richtig abgewatscht

Archivartikel

Letztlich war es keine große Überraschung, dass die Handballerinnen der TSG Ketsch II beim Drittliga-Tabellenführer HSG Freiburg mit 20:32 (9:15) unterlagen. Schließlich waren die Ausgangsvoraussetzungen schon mies: Neben vier Langzeitverletzten fiel auch noch kurzfristig Christina Völker mit Erkältung aus. Aber dennoch: Ketsch ließ wie auch der ebenfalls dezimierte und trainerlose (krank) Gastgeber noch 13 Spielerinnen auf dem elektronischen Spielbericht notieren. „Am Ende hat Freiburg verdient gewonnen und wir die siebte Niederlage in Serie kassiert“, hielt Coach Adrian Fuladdjusch nach Spielende zunächst fest.

Sein Team geriet von Beginn an ins Hintertreffen (3:0, 7:4, 9:5). Der offensiven Abwehrformation geschuldet, musste Mitte des ersten Durchgangs gewechselt werden. So kam Theresa Köhler ins Spiel, um die Deckung neu zu organisieren. Doch recht schnell bekam sie nach einer „unglücklichen“ (TSG-Sichtweise) Aktion direkt „Rot“ zu sehen (11:7/24.). Köhler habe Rebecca Dürr beim Sprungwurf rüde aus der Luft geholt, heißt es von HSG-Seite.

Kein Druck aus dem Rückraum

Nach der Pause warf Freiburg gegen ständig wechselnde Abwehrtaktiken Ketschs zwar nur drei Tore in 15 Minuten. Nur eins mehr glückte indes der TSG (18:13), da viele eigene einfache technische Fehler die gute Abwehrarbeit wieder zunichtemachten. Auch mangelte es an dem nötigen Druck aus dem Rückraum, da dort vier von sechs Hauptakteurinnen fehlten. Dann wuchs der Rückstand bei erlahmenden Kräften weiter an. Nach dem 26:19 (57.) durch Anna Widmaier fühlte Fuladdjusch sein Team benachteiligt, reklamierte etwas zu intensiv und bekam eine Zeitstrafe aufgebrummt. Da er anschließend noch seine Taktiktafel zertrümmerte, durfte er für die kurze Restspielzeit ebenfalls disqualifiziert auf der Tribüne Platz nehmen.

,,Glückwunsch an Freiburg zum verdienten Sieg, mit doppelter Unterzahl – gegen sechs Freiburgerinnen und zwei Schiedsrichter – über 60 Minuten war leider nicht mehr drin bei diesem Top-Team“, schob der Ketscher Trainer später öffentlich nach. „45 Minuten lang haben wir gut verteidigt, uns aber nicht im Angriff belohnt. Leider konnten wir die zahlreichen Ausfälle im Rückraum nicht kompensieren. Dazu kam eine mehr als unglückliche Verteilung der Schiedsrichter bei strittigen Entscheidungen.“

TSG: Heinzmann, Rüttinger; Köhler (2), Hinzmann (3), Puhr (1), Widmaier (7), Büßecker (2), Goudarzi, Bühl (2), Berg, Völker, Novichikhina, Vay (3). mj/zg

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