Lokalsport

Handball-Badenliga Frauen Die durch mehrere Ausfälle geschwächte Brühler Verlegenheitsmannschaft ist beim 12:26 in Heddesheim völlig chancenlos

TVB kassiert erwartete Klatsche: Nach 37 Minuten steht es 3:15

Archivartikel

Beim katastrophalen 12:26 (3:12)-Gastspiel der Brühler Badenliga-Handballerinnen in Heddesheim kam es für die Gäste schlimmer, als ohnehin erwartet. Aufgrund misslicher Umstände, Verletzungspech und terminbedingtem Ausfall der A-Jugendlichen (wir berichteten), war Trainer Franz-Josef Höly, der noch pünktlich zum Anpfiff den Weg aus Kornwestheim vom A-Jugend-Pokal in die Nordbadenhalle gefunden hatte, zu personellen Verlegenheitslösungen gezwungen.

Da wurde zunächst Anja Kemptner, die ihre aktive Laufbahn längst beendet hatte, reaktiviert und dazu Franziska Bandl aus der zweiten Mannschaft mit ins Boot genommen. Kemptner agierte auf der Mittelposition und Bandl, die ein gutes Spiel zeigte, aus dem Rückraum. Da das Brühler Team so noch nie zusammengespielt hatte, waren keine Wunderdinge zu erwarten, in der harzfreien Halle sowieso nicht.

Zwar hielten sie eine gute Viertelstunde recht passabel mit (0:1, 4:2, 7:3), danach war für den Rest der ersten Hälfte Sendepause. Die SG stand erwartungsgemäß sicher 6:0 in der Abwehr, entwickelte im eigenen Angriff aber auch keine übermäßigen Gefahren. Beim TVB stand die Deckung den Umständen entsprechend gut, aber die fehlenden Tore bereiteten Sorgen. Dementsprechend schossen die Gäste weit mehr Fahrkarten als Treffer. Es gelangen in der ersten Halbzeit lediglich drei, 15:3 stand es noch nach 37 Minuten. Da die Partie bereits entschieden war, plätscherte die Begegnung in der zweiten Hälfte ohne weitere Höhepunkte vor sich hin. Heddesheim spielte allerdings in der Defensive nicht mehr mit der letzten Aggressivität. Zu allem Überfluss schied auch noch Maike Renkert verletzt aus. „Aber ich hatte nach einer Bänderverletzung auch nur noch eine Auswechselspielerin“, wies SGH-Coach Branko Dojcak auf seine ebenfalls sehr bescheidene Personallage hin.

Die 26 Treffer, die die Gäste schlucken mussten, waren durchaus im Rahmen des Erwartbaren, die abzusehende Misere lag an der fehlenden Durchschlagskraft im Angriff. Höly war nach dem Spiel logischweise wenig erbaut: „Wir haben alles Machbare versucht, waren gezwungen unser Deckungssystem umzustellen, wechselten im Angriff mehrmals die Positionen, aber das war insgesamt zu wenig.“

TVB: Lauerwald, Zimmermann; Li. Bühn, Siebenlist (9/3), Henn, Pristl, Renkert, Kemptner, Bandl (2), S. Schneider, Le. Bühn (1). ako/sz

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