Lokalsport

Hallenfußball Wiesloch gewinnt Schuhmacher-Gedächtnisturnier

Ungeschlagen Dritter

Archivartikel

Eppelheim.„Bei Hallenturnieren setzen sich die Spieler durch, deren Beine das beste Stehvermögen haben“, resümierte Achim Scharwatt von der Leitung des Martin-Schuhmacher-Gedächtnisturniers der SG Eppelheim. Wie recht er damit hatte!

Im Endspiel hatten sich die beiden türkischen Klubs des 1. FC Wiesloch und des FC Hochstätt Türkspor ein 6:6-Spektakel geliefert und mussten die Entscheidung gar noch in der Verlängerung ins Neunmeterschießen vertagen. Am Ende waren es die Beine von Mustafa Koyun (FC Hochstätt Türkspor), die zu schwer waren – er scheiterte an Wieslochs Schlussmann. 11:9 hieß es nach dem letzten verwandelten Neunmeter von Gökhan Bozbay für das Wieslocher Team. „Wenn man bis ins Finale kommt, will man das gewinnen“, sagte ein enttäuschter Hochstätt-Trainer Yunus Kilic. Sein Team war es auch, dass im Halbfinale mit dem 9:6-Torfeuerwerk gegen den Turnierfavoriten FC Arminia Ludwigshafen beste Werbung für den Hallenfußball betrieb. Dass die Pfälzer und auch der Gastgeber SG Eppelheim, die beiden Teams mit dem besten Eindruck nach dem ersten Turniertag, nicht im Endspiel auftauchten, überraschte. Die Gastgeber mussten im Viertelfinale gegen den 1. FC Wiesloch die Segel streichen. „Wir haben unnötigerweise zwei, drei Fehler gemacht und haben das dann nicht mehr aufgeholt“, beurteilt er das verhängnisvolle 1:4 gegen den späteren Turniersieger. „Insgesamt haben wir uns aber absolut gut präsentiert und die Jungs haben sich gut für den Sparkassen-Cup vorbereitet.“

Der heimliche Turniersieger ist aber die TSG Eintracht Plankstadt, die im gesamten Turnierverlauf in der regulären Spielzeit ungeschlagen blieb, am Ende aber nur Dritter wurde. „Wir haben im ganzen Turnier eine gute Balance zwischen Defensive und Offensive gefunden und dies auch im Spiel um Platz drei bewiesen“, lobte Plankstadts Team-Kapitän Simon Wolf. „Wären wir ins Finale eingezogen, hätten wir uns sicher auch gut geschlagen.“ So hieß es für den Landesligisten nach dem Halbfinal-Aus gegen Wiesloch im Neunmeterschießen, nur das kleine Finale zu bestreiten. Hier boten die Kicker von der TSG Eintracht eine Demonstration an Hallenkombinationsfußball und besiegten den Oberligisten aus Ludwigshafen mit 6:2. Besonders sehenswert war das Hackentor von Wolf zum 1:0 und der Treffer von Ali Hanbas nach einem sehenswerten Spielzug zum zwischenzeitlichen 5:1. Die TSG Eintracht stellte mit Marcel Uhrig den besten Keeper des Turniers, Nauwid Amiri (Ludwigshafen) war bester Torschütze (17 Treffer) und Murat Efe wurde zum wertvollsten Spieler gekürt. Am Ende sah man einem zufriedenen Achim Scharwatt: „Es ist alles gut gelaufen. Das Einzige, was nicht optimal war, ist, dass Eppelheim nicht im Endspiel stand.“ Da spielten wohl die Beine der Mingrone-Elf nicht so mit. wy

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