Lokalsport

Handball-Badenliga Frauen TV Brühl unterliegt in Nußloch

Unglückliche Niederlage

Archivartikel

Das mit Spannung erwartete Spitzenspiel in der Handball-Badenliga der Frauen sah nach 60 Minuten den im Vorfeld erwarteten Favoritensieg der SG Nußloch. Die Gastgeberinnen gewannen hauchdünn mit 29:28 (15:17) gegen den TV Brühl, die bessere Mannschaft stellten sie jedoch gewiss nicht.

Vor Beginn der Partie hatte Brühls Trainerin Kerstin Siebenlist angekündigt, den Aufstiegsanwärter ärgern und das Spiel so lange wie möglich offenhalten zu wollen. Mit der Rumpftruppe, es nahmen lediglich drei Feldspielerinnen auf der Bank Platz, kein leichtes Unterfangen. Dazu waren mehrere Akteure gesundheitlich angeschlagen.

In der Tat sahen die zahlreichen Zuschauer zu Beginn kein berauschendes Gästespiel, die SG zog mit 4:1 weg. Das änderte sich schnell, denn die Gäste zeigten sodann, was sie so gefährlich macht. Schnelles Kombinationsspiel und Zug zum Tor in den Eins-zu-eins-Situationen. Maike Röschel und Maike Renkert beherrschten dies einmal mehr gut.

Brühl hatte beim 5:5 ausgeglichen, bevor dreimal Hannah Edelmann, dazu Anja Gross und Maike Röschel zur 17:14-Führung trafen. Mit dem Pausenpfiff verkürzte Nußloch auf 15:17. Bis dahin hatte sich gezeigt, daß die SG in Fatina Saddiki ihre beste Spielerin stellte, immer wenn sie mit viel Tempo antrat, wurde es rund um den Brühler Kasten brandgefährlich. Aber da Sandra Pristl im Gästetor eine Glanzpartie ablieferte, hielt sich der Flurschaden in Grenzen.

Ruppige Gangart der SGN

Die Brühlerinnen zeigten auch nach der Pause ein tolles Spiel und ließen sich von der ruppigen Gangart der SG nicht beeindrucken. Die körperlich überlegenen Gastgeberinnen machten sich mit zehn Hinausstellungen selbst das Leben schwer. Aber auch in Unterzahl blieb Nußloch gefährlich. So war nach 45 Minuten weiter unklar, wer die Platte als Sieger verlassen würde (22:22).

Brühl lag mit 26:22-Führung (53.) in Front. Die Gäste, mit geschwundenen Kräften, gestatteten sich zwei Minuten der Unkonzentriertheit – und schon war es passiert. Dreimal Katharina Lemke und dazu Marie Joerg trafen zum 26:26. Ein verrücktes Spiel. Im Gleichschritt ging es dem Ende entgegen (28:28), dazu Nußloch in Unterzahl. Brühl vergab seine Chance im letzten Angriff und die SG bekam vier Sekunden vor Schluß einen Strafwurf zugesprochen. Der traf sein Ziel und Nußloch hatte den Kopf aus der Schlinge gezogen.

Siebenlist: „Wir hätten als verdienter Sieger die Halle verlassen müssen. Meine Mannschaft hat ein Superspiel hingelegt, aber die Lorbeeren dafür nicht geerntet.“

TVB: S. Pristl, Zimmermann; Gross (4), Li. Bühn (4), Henn (1), Tomann (1), F. Pristl (1), Renkert (4), Handrick (1), Röschel (5), Edelmann (7/5). ako

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