Lokalsport

Handball-Badenliga Zu hohe Niederlage für St. Leon/Reilingen

Unter Wert geschlagen

Eine dem Spielverlauf nach viel zu hoch ausgefallene 19:28 (8:13)-Niederlage musste das Badenliga-Team der HSG St. Leon/Reilingen beim Tabellenführer SG Heidelsheim/Helmsheim hinnehmen. Es wäre mehr drin gewesen für die HSG, denn über weite Strecken der Begegnung war sie dem Gegner ebenbürtig, ja zwischenzeitlich sogar mehr als auf Augenhöhe.

Mehrere Faktoren spielten dann aber eine gegenteilige Rolle und somit den Gastgebern in die Karten: Das HSG-Team brachte es nicht über die gesamte Spielzeit auf die Reihe, eine einigermaßen konstante Leistung abzurufen; zu schwankend waren Positives und Negatives; in entscheidenden Phasen schlichen sich einige Fehler ein, die die Gastgeber immer wieder in Vorteil brachten. Und schließlich ließen die Schiedsrichter die übergroße Härte der Gastgeber ungestraft zu, als beispielsweise ein rüder Schlag ins Gesicht eines HSG-Spielers nicht mit einer angebrachten Roten Karte bestraft wurde und viele Angriffe der SG-Spieler auf den Hals der HSG-Spieler nicht geahndet wurden.

Variabilität zu selten eingesetzt

Trotzdem versuchte das HSG-Team mit großem Einsatz und wieder vorbildlichem Engagement, diesen Widerwärtigkeiten seinen Kampfgeist, aber auch seine technischen Qualitäten entgegenzusetzen. In einigen Szenen blitzte dann auch das spielerische Momentum bei der HSG auf, als beispielsweise ein super Pass von Rechtsaußen auf den Kreisläufer zu einem sehenswerten Treffer führte. Diese Variabilität in der Offensive kam zu selten ins Spiel der HSG, die dann teilweise ein zu druckloses Angriffsspiel inszenierte.

Auch die Anzahl der technischen Fehler gab dem Gegner immer wieder Gelegenheit zu einfachen Treffern über Gegenstöße. Insgesamt ausschlaggebend war auch die körperliche Präsenz der Gastgeber, die sowohl in der Abwehr als auch im Angriff über weite Strecken der Begegnung mit viel Aggressivität agierten und somit den Gegner stets unter Druck setzten.

Trainer Jonathan Winter meinte nach dem Spiel: „Wir wollten Wiedergutmachung und haben auch gut angefangen. Sechs Tore in 17 Minuten, davon drei Siebenmeter-Strafwürfe waren ein guter Beginn. Leider hatten wir dann eine Schwächephase.“ In der zweiten Hälfte habe seine Mannschaft die SG H/H nochmals durch die offensive 4:2-Abwehr in Verlegenheit gebracht. „Einige unglückliche Schiedsrichterentscheidungen, die von den Gastgebern konsequent genutzt wurden, führten aber zu einer zu hoch ausgefallenen Niederlage“, meinte Winter.

HSG: Gabrys, Jacobs, Winter; Becker (1), Hühn, Y. Benetti, Bujdos (1), Decker (7/4), L. Schmitt (1), Menger (4), Manke (3), Rausch (2), O. Schmitt. krau

Zum Thema
Das Wichtigste von heute
Newsticker Schwetzinger Zeitung
Newsticker Rhein-Neckar
Newsticker überregional