Lokalsport

Sportkegeln-Bundesliga Eppelheim gewinnt mit 6141:5457 Kegeln und führt weiter die Tabelle an / Frei Holz Plankstadt siegt ohne Mühe gegen Mühlausen

VKC begeistert mit Bahnrekord in Nußloch

Archivartikel

Frei Holz Plankstadt bleibt im Kampf um den dritten Platz in der Sportkegeln-Bundesliga aussichtsreich im Rennen. Die Plankstädter siegten völlig ungefährdet 5916:5609 gegen den designierten Absteiger SG Mühlhausen, ohne dabei jedoch restlos zu überzeugen. Die Überlegenheit war zu groß, Spannung kam von Beginn an nicht auf, da Andreas Tippl einen sehr guten Tag erwischte und mit 377 Kegeln im Abräumen auf insgesamt 1055 Kegel kam. Das waren 135 Zähler mehr als sein Gegenüber Sebastian Groß. Für Jens Petri, der noch einmal in der zweiten Mannschaft zum Einsatz kam, spielte Fabian Sommer, der nur 900 Kegel erzielte. Daniel Zirnstein spielte diesmal im Starttrio und schaffte nach wechselhaften Bahnen noch einen Tausender.

Die Überlegenheit war auch im Schlussdreier groß. Rainer Nord spielte mit der Präzision eines Schweizer Uhrwerks vier ganz konstante Bahnen (255, 256, 256, 255 Kegel). Dennis Koch hatte Schwächen im Abräumen und hätte weit mehr als 952 Kegel erzielen können. Christian Schneider war in die Vollen stark. „Es war ein unspektakuläres Spiel“, lautete Andreas Tippls Resümee. Er findet es schade, dass die SG Mühlhausen sich nach dieser Saison auflösen wird. „Das ist eine sehr sympathische Truppe“, so Tippl über die Thüringer.

Frei Holz Plankstadt: Tippl 1055, Sommer 900, Zirnstein 1009, Nord 1022, Koch 952, C. Schneider 978.

Starker Cartharius

Die Bahnen in der Olympiahalle von Nußloch gelten bei vielen Klubs als wenig ergiebig. Dass man dort auch Weltklasseergebnisse spielen kann, bewies der Tabellenführer Vollkugelclub Eppelheim, der als erstes Team überhaupt dort die 6000 Kegel übertraf und beim 6141:5457 einen großartigen Bahnrekord aufstellte. „Das ist natürlich ein top Ergebnis“, freute sich Jürgen Cartharius. Er, der in Nußloch normalerweise gar nicht gerne spielt, zeigte mit 1040 eine ganz starke Vorstellung. Lars Ebert, der kurzfristig für den erkrankten Gunther Dittkuhn ins Team gekommen war, musste nach 142 Kugel verletzt ausscheiden. Sein Knie machte sich wieder bemerkbar. Der 15-jährige Hendrik Erni kam herein und spielte noch ganz gut drauf. Wenn Daniel Aubelj etwas mehr Glück im Abräumen gehabt hätte, wären bei ihm noch mehr als 1032 Kegel drin gewesen.

Bei Nußloch, das wie ein Absteiger agierte, hatten selbst die Leistungsträger Erik Schielicke und Thomas Olson nicht wirklich etwas zu bieten. So wurde die Führung des VKC Eppelheim immer deutlicher, am Ende hatten sie mit 684 Kegeln einen rekordverdächtigen Vorsprung. „Unter 5500 zu spielen, ist auf diesen Bahnen eigentlich nicht möglich“, wunderte sich Jürgen Cartharius.

Marlo Bühler war sogar lange Zeit auf 1100er Kurs. Er begann mit Bahnen von 281 und 282, ließ dann 267 folgen, ehe er auf der vierten Bahn nur noch 62 Kegel abräumte. Auf Bahn eins hatte er noch 117 geräumt. Dennoch reichte es für die Tagesbestleistung (1059) knapp vor Jan Jacobsen. Die beiden räumten auf den ersten 100 Wurf zusammen großartige 443 Kegel ab. Jacobsen räumte insgesamt überragende 407 Kegel ab und zeigte in seinem letzten Bundesligajahr einmal mehr seine Klasse. Es wird für den VKC nicht einfach sein, ihn zu ersetzen, auch wenn junge Akteure wie Hendrik Erni, Adrian Rupp oder Leonard Erni irgendwann nachrücken.

Topform in Sicht

Trainer Matthias Ebert war sehr zufrieden. „Die Mannschaft kommt immer mehr an ihre Topform heran, alle fiebern dem 29. Februar entgegen“, sagte Ebert. Dann ist das Topspiel bei Verfolger Rot-Weiß Sandhausen, der beim Ortsderby gegen GH/GW Sandhausen nicht stolperte und 5769:5697 siegte.

VKC Eppelheim: Aubelj 1032, Ebert/H. Erni 982, Cartharius 1040, Lacher 972, Bühler 1059, Jacobsen 1056.

Zum Thema
Das Wichtigste von heute
Newsticker Schwetzinger Zeitung
Newsticker Rhein-Neckar
Newsticker überregional