Lokalsport

Der Gegner im Kurzporträt DSC Arminia Bielefeld

Vom Fahrstuhlteam zur grauen Maus

Archivartikel

In der Hinrunde musste der DSC Arminia Bielefeld noch um den Klassenerhalt in der 2. Fußball-Bundesliga kämpfen. Eine Halbserie später dürfen die Ostwestfalen unter Neutrainer Uwe Neuhaus einem entspannten Saisonabschluss entgegenblicken.

Neuhaus, der den Club am 17. Spieltag übernahm, hat die Arminia stabilisiert. Zuvor hatte Jeff Saibene das Amt inne. Der Luxemburger musste allerdings nach dem Aus im DFB-Pokal sowie zehn Pflichtspielen ohne Sieg seinen Trainerstuhl räumen. Unter Neuhaus´ Führung feierte der DSC in 16 Spielen sechs Erfolge und holte vier weitere Remis. Die Folge: Die Arminia rangiert inzwischen auf dem neunten Platz und damit im Niemandsland.

Ein Grund für die Kehrtwende: Der 59-Jährige stellte das System auf 4-3-3 um und hatte damit Erfolg – auch weil er sich auf seine Offensive verlassen kann. Denn die Angriffsreihe – bestehend aus Fabian Klos (16 Saisontore), Joan Simun Edmundsson (4) und Andreas Voglsammer (12) – hat einen großen Anteil am Aufschwung der Bielefelder. Voglsammer liebt es zudem, gegen den SV Sandhausen zu spielen. Bisher hat er fünfmal gegen die Schwarz-Weißen getroffen.

Die Formkurve spricht derzeit zwar für den SVS. Aber auch die Arminia präsentierte sich zuletzt in einer ordentlichen Verfassung, denn in den vergangenen fünf Partien blieb sie viermal ungeschlagen. Im Hinspiel holte der SVS in der Schüco-Arena ein 1:1.

In der Vergangenheit wurde die Arminia häufig als „Fahrstuhlmannschaft“ bezeichnet, denn nach dem 1. FC Nürnberg ist sie am häufigsten auf- und wieder abgestiegen. Inzwischen ist sie aber das vierte Jahr fest im Unterhaus etabliert, wobei sie im vergangenen Jahr als Vierter hervorragend abschloss. Dieser Erfolg ist in dieser Saison nicht mehr möglich. mjw

Das Wichtigste von heute
Newsticker Schwetzinger Zeitung
Newsticker Rhein-Neckar
Newsticker überregional