Lokalsport

Der Gegner SV Darmstadt 98 bekommt die Sache mit dem Verteidigen (noch) nicht in den Griff / Zweitschlechteste Defensive

Von sorgenfreier Saison etwas entfernt

Der gebürtige Heidelberger Aytac Sulu, der beim FV Nußloch, der SG Heidelberg-Kirchheim und dem SV Sandhausen die Stiefel schnürte, wartete beim SV Darmstadt 98 mit einer faustdicken Überraschung auf, als er sich in der Winterpause für den türkischen Drittligisten Samsunspor entschied und die Lilien verließ. Weniger überraschend ist, dass die Mannschaft von Trainer Dirk Schuster ohne ihren Kapitän zuletzt zweimal verlor – auch wenn der 33-jährige Sulu nicht mehr der große Rückhalt war wie noch in den Aufstiegs- und Bundesliga-Jahren.

Denn die Mannschaft des einstigen Defensivmannes Dirk Schuster bekommt diese Saison die Sache mit dem Verteidigen nicht richtig in den Griff.

Waren nach der Vorrunde nur drei Mannschaften des Unterhauses schlechter, was die Gegentreffer anbelangt, scheint dieser Umstand in der fußballfreien Zeit kaum gekittet worden zu sein. Denn die Rückrundentabelle zeigt die Südhessen auf dem letzten Platz. Darmstadt 98 stellt mit 37 erhaltenen Einschüssen aktuell die zweitschlechteste Hintermannschaft der 2. Bundesliga.

Dem 2:1-Sieg gegen St. Pauli folgten die Niederlagen (2:3) in Duisburg und gegen Heidenheim (1:2). Zuletzt ließ der 51-jährige Lilien-Coach sämtliche Winterzugänge auflaufen – doch auch mit Victor Palsson (vom FC Zürich gekommen), Sören Bertram (Erzgebirge Aue), Patrick Herrmann (Holstein Kiel), Matthias Wittek (1. FC Heidenheim) und Christoph Moritz (Hamburger SV) verloren die Darmstädter.

Ausgerechnet jetzt kommt der Vergleich mit dem SVS, der im Sechs-Punkte-Spiel nur sechs Punkte entfernt im Klassement eingeschrieben ist. Beim Tabellen-16. sollten die Lilien liefern, sonst wird aus der laufenden Saison, die als sorgenfreie geplant war, womöglich eine katastrophale. Dirk Schuster hat Darmstadt nach seiner Rückkehr vor 14 Monaten vor dem Fall in die Drittklassigkeit bewahrt. Das soll Bestand haben – nicht nur verschoben sein. Und die Zukunft könnte so rosarot sein: Mit U 19-Mann Leon Müller hat Darmstadt gerade ein Eigengewächs mit einem Profi-Kontrakt ausgestattet, der beim Üben mit den Profis schon überzeugte. mab

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