Lokalsport

Fußball-Verbandsliga Schwetzingen verliert nach schwacher Leistung mit 0:2 gegen Zuzenhausen

War’s das etwa schon für den SV 98?

Archivartikel

„War’s das?“ Das fragten sich nicht wenige Schwetzinger Anhänger, nach der 0:2 (0:2)-Niederlage des abstiegsbedrohten Fußball-Verbandsligisten SV 98 im Heimspiel gegen FC Zuzenhausen. Nach zwei zuletzt ansprechenden Partien gegen Heddesheim und VfR Mannheim vergaß der SV 98 nachzulegen und bot gegen den Tabellensiebten eine insgesamt schwache Leistung.

Das Spiel der Schwetzinger war einmal mehr geprägt von vielen haarsträubende Fehler, die dem Gegner in die Karten spielten. Der Schwetzinger Trainer Kevin Knödler, hatte in der wichtigen Begegnung mit Edmand Osmanaj und Burak Cavdaro gerade einmal zwei Auswechselspieler auf der Bank, die obendrein noch angeschlagen waren. „Jetzt in unserer prekären Lage stehen uns Spieler wegen Geburtstage, Hochzeiten und anderen privaten Vergnügen nicht zur Verfügung, das ist ärgerlich“, erklärte Knödler.

Die erste Viertelstunde ließ sich für den SV 98 nicht einmal schlecht an und es waren einige gelungene Spielzüge auszumachen. Thomas Can vertändelte eine gute Tormöglichkeit, die die Gäste zum Gegenzug nutzten. FCZ-Goalgetter Dominik Zuleger überlistete mit einem Heber den SV-98-Keeper Steven Ullrich und brachte Zuzenhausen in Front (18.). „Wir haben die Chance, in Führung zu gehen, vergeigen die und laden den Gegner zum Torschießen ein“, ärgerte sich Knödler. Zwei Minuten später hatte Thomas Can die Möglichkeit auf Wiedergutmachung, doch auch die ließ der Mittelfeldspieler, der von seiner früheren Form meilenweit entfernt ist, verstreichen. Tobias Keusch zeigte es dann, wie es besser geht und erhöhte nach einem langen Ball – für den sich kein Schwetzinger verantwortlich fühlte – auf 0:2 (27.).

Osmanaj vergibt beste Chance

Die Platzherren zeigten sich zwar im zweiten Spielabschnitt bemüht, das Steuer noch herumzureißen, doch die Kraichgauer standen hinten kompakt. Dem eingewechselten Osmanaj bot sich die beste Schwetzinger Möglichkeit zum Anschlusstreffer, als er alleine in den Strafraum eindrang, sein Schuss aber vom Keeper Fuß glänzend abgewehrt wurde. Den Abpraller setzte dann Patrick Hocker neben das Tor (75.).

„Wenn uns da noch der Anschlusstreffer gelungen wäre, hätte die Sache für uns sicherlich anders ausgesehen“, meinte Co-Trainer Lothar Müller. Die Gäste tauchten, als der SV 98 alles nach vorne warf, immer wieder mit schnellen Gegenstößen auf, die Ullrich durch beherztes Eingreifen entschärfte. „Bei uns fehlt es einfach an Qualität. Wir bekommen zu viele Tore, die aus individuellen Fehlern passieren. Auch im Spiel in Mannheim lassen wir uns in der 94. Minute durch einen Anfängerfehler noch den sicher geglaubten Sieg aus der Hand nehmen. So wird es schwer, da unten herauszukommen“, erklärte der sichtlich geknickte Schwetzinger Abwehrchef Patrick Berecko.

Es wird immer enger für Schwetzingen im Kampf um den Klassenverbleib. Jetzt stehen nur noch vier Spiele aus, um das Schlimmste abzuwenden. Durch die gleichzeitige Niederlage der beiden Mitkonkurrenten um den Klassenverbleib, TuS Bilfingen und TSV Wieblingen, bleibt die Tabellensituation wie gehabt und dem SV 98 fehlen weiterhin vier Punkte zum Relegations- und Nichtabstiegsplatz. Am Samstag besteht für die Spargelstädter beim Schlusslicht SGK Heidelberg die Möglichkeit, zu punkten.

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