Lokalsport

Fußball Relegationsspiel des SV Waldhof Mannheim überschneidet sich mit Begegnungen in den unteren Klassen / Rohrhofs Daniel Hahn fordert andere Planung

„Was spricht dagegen, die Saison zu verschieben?“

VfR Mannheim II gegen den SV Rohrhof – stand heute könnte diese Partie des 28. Spieltags der Fußball-Kreisklasse A1 ein für beide Teams vorentscheidendes Spiel im Meisterschafts- und Abstiegskampf werden. Einer, der bei dieser wichtigen Partie wahrscheinlich gar nicht dabei gewesen wäre, ist Daniel Hahn (kleines Bild).

Er ist Co-Trainer beim derzeitigen Tabellenführer SV Rohrhof und glühender Waldhof-Anhänger und hätte an diesem Tag einen großen Konflikt ausgelebt, denn an jenem Sonntag (27. Mai) bestreitet der SV Waldhof Mannheim sein Relegations-Rückspiel gegen den KFC Uerdingen.

Spiel vorverlegt

Inzwischen hat der Verband eingegriffen und das Spiel der Rohrhofer aufgrund des großen Personenaufkommens rund um das Carl-Benz-Stadion bereits auf den Freitag, 25. Mai, vorverlegt. Unverständnis herrscht aber dennoch bei Hahn. „Die Spiele für die Relegation stehen schon zu Saisonbeginn fest. Somit besteht immer die Möglichkeit, an diesen Terminen auch die Kreisklassen zu beachten“, findet Hahn.

Es ist eine Situation, die sich nun bereits im dritten Jahr in Folge wiederholt. Einziger Unterschied: Dieses Mal ist es nicht einer der letzten beiden Spieltage in den Kreisklassen, die für die in der Auf- und Abstiegsfrage relevanten Spiele eine einheitliche Anstoßzeit erfordern. „Dadurch ist in jedem Fall eine Verlegung der Spiele an diesem Tag möglich“, erklärt Kreisvorsitzender Harald Schäfer. Von einer generellen Verlegung des kompletten Spieltags wird jedoch von Verbandsseite her abgesehen. Schäfer weiter: „Spielverlegungen sind mit Zustimmung des jeweiligen Gegners möglich. Die Spiele müssen jedoch vorverlegt werden. Eine Zustimmung zur Verlegung nach dem 27.Mai ist nicht möglich, da bereits am 31.Mai der nächste Spieltag stattfindet.“

Verband in der Pflicht

Dem Rohrhöfer Hahn ist diese Regelung jedoch nicht genug, er sieht an dieser Stelle den Verband in der Pflicht. Hahn: „Was spricht denn dagegen, die Saison etwas nach hinten zu verschieben oder im Winter früher zu starten? Durch den eng gestrickten Rahmenkalender bleibt hier wenig Spielraum für solche Dinge wie ein Relegationsspiel des höchstklassigen Vereins in Mannheim.“

Hahn selbst hätte eine Verlegung des kompletten Spieltags für sinnvoll gehalten, „denn ich werde auf jeden Fall das Relegationsspiel besuchen“. Wäre das Rohrhof-Spiel also auf dem Spieltag Sonntag stehen geblieben, hätte der Co-Trainer des SVR bei einer möglichen Meisterfeier der Rohrhofer, die theoretisch an diesem Spieltag möglich ist, nicht anwesend sein können.

„Ich finde es nur mehr als fair, wenn der SV Waldhof und die Mannschaft jeden Fan aus der Region in den zwei wichtigsten Spielen im Jahr zur Unterstützung hat“, sagt Hahn. Inzwischen ist er mit dem SV Rohrhof bei diesem Terminkonflikt zwar aus dem Schneider, aber es dürfte dennoch zahlreiche weitere Waldhof-Fans in der Region geben, bei denen es heißt: Fanblock oder Rasen?

In Niederlausitz ähnlich

Gleich gelagert wie in Mannheim ist die Regelung auch beim Fußballkreis Niederlausitz, der vom Relegations-Heimspiel des FC Energie Cottbus (gegen Weiche Flensburg) ebenso betroffen ist.

Marko Krüger, Vorsitzender des dortigen Spielausschusses, erklärt: „Wenn sich die beiden Vereine einigen, nehmen wir eine kostenfreie Änderung vor. Eine grundsätzliche Verlegung wird nicht vorgenommen. Einige Vereine verlegen die Spiele auch auf den Vormittag. Aber wie gesagt, immer nur dann, wenn sich beide Vereine einigen.“

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