Lokalsport

3. Handball-Liga HG Oftersheim/Schwetzingen ist bei der SG Nußloch Außenseiter

„Wir sind nicht chancenlos“

Normalerweise ist die Vorfreude auf ein Handballderby riesengroß. Doch in das Duell mit der SG Nußloch dürften die reichlich dezimierten Jungs von der HG Oftersheim/Schwetzingen mit etwas gemischten Gefühlen gehen, da sich die personelle Lage unverändert zeigt.

Trainer Holger Löhr (kleines Bild) blickt deshalb den Dingen gelassen entgegen: „In den kommenden zwei Spielen (Anmerkung: nach Nußloch geht es zu Zweitliga-Absteiger Großwallstadt) zählen wir eh’ nicht zu den Favoriten. Da können wir in unserer Situation locker aufspielen. Wenn etwas geht, geht halt etwas, nehmen wir Punkte mit, umso besser. Gegen Nußloch haben wir sowieso meist gut ausgesehen.“

Nicht so hoch möchte auch Nußlochs neuer Coach Marc Nagel diesen speziellen Lokalduellcharakter herauskehren: „Ein Derby läuft immer gleich ab, die Spieler kennen sich und es geht zur Sache. Aber fünf, sechs Spieler von uns kennen dieses Derby, wie ich auch, überhaupt nicht.“ Außerdem mahnt Nagel zur Vorsicht, da die SGN ja den ersten Heimauftritt vor zwei Wochen gegen den nun aktuellen und alleinigen Spitzenreiter HSG Bieberau/Modau mit 19:25 ein wenig in den Sand gesetzt hat. „Wir müssen uns jetzt in eigener Halle ganz anders präsentieren.“

Individuelle Klasse

Das ändert aber nichts daran, dass Spieler von exzellenter, individueller Klasse in den Reihen der Gastgeber stehen. Vorneweg ist da der Antriebsmotor Kevin Bitz zu nennen, dessen Kreise es einzuschränken gilt.

Mit Ausnahme von Jochen Geppert, der eventuell wegen einer Muskelzerrung auszufallen droht, ist das Team komplett und Weltmeister Christian Zeitz, Nicolas Herrmann und Pascal Kirchenbauer (kam von Rhein-Neckar-Löwen II) warfen sich in Bad Neustadt schon mal warm für die Auseinandersetzung mit der HG. Auch die vormals langzeitverletzten Ex-HGler Adrian Fritsch und David Ganshorn sind nun wieder fit und am Ball.

Auf jeden Fall wollen die Gäste nicht schon vorab die Flinte ins Korn werfen. Kämpferisch gibt sich Kreisläufer und Abwehrrecke Niklas Krämer stellvertretend für seine Teamkumpel: „Mit Nußloch wartet ein starker Gegner auf uns, der in der Breite sowie auch in der individuellen Klasse sehr gut aufgestellt ist. Daher gilt es für uns, alles in die Waagschale zu werfen, um der SGN einen harten, aber fairen Kampf zu liefern. Chancenlos sind wir trotz dezimierter Truppe nicht. Die vergangenen Jahre haben gezeigt, dass wir im Derby immer eine Chance haben zu gewinnen.“

Personell hat sich bei der HG im Vergleich zur Vorwoche nichts verändert. Bild: Schwerdt

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