Lokalsport

Leichtathletik Deutsche Mehrkampfmeisterschaften der U16

Wollschläger wird Vierter

Eine beeindruckende Leistung zeigte Finn Wollschläger von der DJK Hockenheim bei den deutschen Mehrkampfmeisterschaften der U16 im nordrhein-westfälischen Lage. Trotz gesundheitlicher Probleme absolvierte er eine neue persönliche Bestleistung. Der 15-jährige Neulußheimer erkämpfte sich mit 2764 gesammelten Punkten den vierten Platz – nur 17 Punkte Abstand zu Rang drei.

Zu Beginn sprintete er in 12,0 Sekunden über die 80 Meter Hürden nahe an seine Bestzeit heran und reihte sich auf Rang sieben der 20 Starter ein. Beim anschließenden Ballweitwurf toppte der amtierende badische Meister im Blockwettkampf Lauf seine bisherige Weite und katapultierte sich mit 60,50 Metern auf den fünften Rang. Auch über 100 Meter sprintete Wollschläger in neuer persönlicher Bestzeit in 12,0 Sekunden über die Ziellinie.

Selbst beim gefürchteten Weitsprung, der bei dem DJK-Ass immer wieder zu Rückenproblemen führt, zeigte sich Wollschläger in bestechender Form und sprang im ersten Versuch mit 5,67 Meter zu neuer Bestmarke. Beim abschließenden 2000-Meter-Lauf mobilisierte er die letzten Kräfte. Mit Blick auf die Ergebnisliste war sogar ein Podiumsplatz zum Greifen nah. In einem nervenaufreibenden Lauf musste der DJK-Athlet den Strapazen am Ende einer kräftezehrenden Saison etwas Tribut zollen und lief trotz der zweitbesten Laufzeit in neuer persönlicher Bestzeit (6:18,20 Minuten) über die fünf Stadionrunden. Dem späteren Bronzemedaillengewinner Jonas Helfrich (LG VFL/SSG Bensheim), der als Schnellster des 20er-Feldes in 6:09,41 Minuten über die Ziellinie lief, konnte er nicht folgen. Aber zumindest distanzierte Wollschläger sowohl den späteren deutschen Meister Vincent Herbst vom SC Potsdam in 6:47,26 Minuten als auch den Zweiten Benn Lingmann (LAV Habbelrath-Grefrath) in 6:41,88 Minuten mehr als deutlich.

Trainer ist überaus zufrieden

„Eine Top-Acht-Platzierung war unser Bestreben. Dass Finn den vierten Platz holt, ist echt der Hit. Klar, wenn die Bronzemedaille greifbar scheint und du dann so knapp vorbeischrammst, ist das auf den ersten Blick schon etwas bitter. Aber hier fünf Bestleistungen nach den letzten, sehr anstrengenden Wochen zu realisieren und so weit vorne dabei zu sein, das ist aller Ehren wert“, zeigte sich Trainer Bernhard Schäfer überaus zufrieden mit seinem Schützling. „Es war toll, mit den Besten um den Titel zu kämpfen und noch ein letztes Mal bei einem Mehrkampf dabei zu sein“, freute sich Finn Wollschläger über seinen vierten Platz. „Ab der nächsten Saison werde ich mich ganz auf die Mittelstrecken konzentrieren.“ cry

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