Lokalsport

2. Fußball-Bundesliga Sandhausen erwartet Braunschweig

Zeigt der SVS wieder sein Heim-Gesicht?

Archivartikel

Der SV Sandhausen und sein nächster Gegner Eintracht Braunschweig haben etwas gemeinsam: Sie sind die Mannschaften in der 2. Fußball-Bundesliga mit zwei Gesichtern – eines bei Heimspielen, das andere auswärts. Beide sind zu Hause ungeschlagen und haben in drei Spielen sieben Punkte geholt. In der Tabelle der Partien auf fremden Plätzen zieren sie die Abstiegsränge – mit null Punkten und nur einem erzielten Tor. Nur hat Braunschweig mit neun Gegentreffern noch drei mehr kassiert als der SVS. Jetzt treffen die beiden Teams an diesem Freitag (18.30 Uhr, BWT-Stadion am Hardtwald) aufeinander.

Wenn es nach dem Gesetz der Serie geht, wäre also jetzt wieder das Heim-Gesicht der Sandhäuser an der Reihe. Doch darauf gibt Trainer Uwe Koschinat nichts, auch wenn er diese Tugend logischerweise von seiner Mannschaft erwartet. „Wir sind am Hardtwald stark, dieses Pfund werfen wir am Freitag wieder in die Waagschale.“ Aber er sagt auch – unter anderem mit Blick auf die jüngste 1:2-Niederlage in Osnabrück: „Unsere Leistungen sind zu wechselhaft“, meinte er am Donnerstag auch im Hinblick auf die zuletzt drei sieglosen Partien: „Die ersten drei Spiele waren nahezu optimal, jetzt ist das Gegenteil eingetreten.“

Nun soll der SV Sandhausen gegen Aufsteiger Braunschweig wieder zurück in die Erfolgsspur. Der Coach sieht die Begegnung als richtungsweisend an: „Wenn wir gewinnen, klettern wir einige Plätze nach oben, wenn es verlorengeht, dann gehen wir mit einem tabellarischen Problem in die Länderspielpause.“

Mit welchem Personal er endgültig die Partie bestreiten wird, wollte Uwe Koschinat noch nicht verraten. Das hänge letztlich auch von der taktischen Aufstellung auf. Entweder er ersetzt den weiter verletzten Julius Biada eins zu eins, etwa durch den wieder einsatzfähigen Neuzugang Alexander Esswein. Oder er setzt auf eine andere Grundordnung ohne die klassische Zehnerposition. „Diese beiden Ideen geistern in meinem Kopf herum“, verriet er.

Trio ist einsatzfähig

Neben Biada (Muskelfaserriss) muss der Trainer gegen Braunschweig auch auf Besar Halimi (Knieschmerzen) und auf Tim Kister, der zwar am Donnerstag seine Quarantäne beendete, aber trotz überstandener Krankheit am Freitag noch keine Option sein kann. Der Innenverteidiger wird – eine negative Testreihe vorausgesetzt – in der Länderspielpause ins Training einsteigen. Wieder einsatzbereit sind derweil Gerrit Nauber, Aziz Bouhaddouz sowie Alexander Esswein. „Alle drei haben die Trainingswoche komplett und ohne Probleme absolviert“, berichtete Koschinat.

Und auch auf den in Osnabrück unglücklich agierenden Diego Conteno wird er wieder setzen: „Er hat klar und offen gesagt, das er an diesem Tag danebengelegen hat.“ Nun ist Uwe Koschinat überzeugt, dass auch der Linksverteidiger gegen Braunschweig wieder sein Heim-Gesicht zeigen wird.

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