Lokalsport

Tennis-Bezirksliga Plankstadt muss auf Ausrutscher hoffen

Zuschauen – zittern

Sechs Spiele, sechs Siege: Die Bilanz der Tennisspielerinnen des TC Plankstadt kann sich sehen lassen. Doch der Aufstieg in die Oberliga ist damit noch lange nicht in Aussicht, denn das neue Zählsystem, das erst seit dieser Saison angewandt wird, macht den TCP-Damen wahrscheinlich einen Strich durch die Rechnung.

Meister ist nicht mehr die Mannschaft mit den meisten Siegen, sondern das Team mit den meisten Matchpunkten und da haben die TG Rheinau und der TC BW Leimen noch Chancen, Plankstadt abzufangen. Die Tatsache, dass der TCP im vergangenen Jahr mit der aktuellen Zählweise aufgestiegen wäre, und dann aber nicht auf Rang eins landete, macht die Angelegenheit für das Plankstadter Lager noch bitterer. „Natürlich sind wir traurig, dass wir den Aufstieg voraussichtlich verpassen werden, aber gleichzeitig sind wir auch stolz. Wir sehen uns als die wahren Sieger der Liga – unabhängig davon, wer letztendlich aufsteigen wird“, sagt Mannschaftsführerin Alexandra Würth.

Da die Plankstadterinnen bereits alle Partien absolviert haben, müssen sie von der Sonnenliege aus auf einen Ausrutscher der Konkurrenz hoffen. Würth schätzt die Chancen realistisch ein: „Leider wird der Traum vom Aufstieg mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit nicht erfüllt werden, denn unser Vorsprung beträgt nur acht Punkte. Leimen könnte beide Partien mit 4:5 verlieren und würde uns trotzdem überholen.“ Würde das tatsächlich eintreten, dann stünde die Leimener Reserve trotz dreier Niederlagen auf dem einzigen Aufstiegsplatz. Aber auch die TGR hat noch zwei Duelle vor sich und dabei 13 Matchzähler aufzuholen. Dementsprechend drückt der gesamte TCP den Damen die Daumen. Der Rückhalt innerhalb des Clubs war über die ganze Saison deutlich spürbar, bestätigt Würth: „Egal, ob auswärts oder auf der eigenen Anlage, es war immer mindestens ein Vorstandsmitglied anwesend, um uns zu unterstützen. Außerdem waren Niels Eichhorn oder Felix Dobler, unsere beiden Trainer, immer dabei. Das hat uns gezeigt, dass der Verein unsere Leistung schätzt und sich mit Sicherheit über einen Aufstieg freuen würde.“ Aus diesen Worten ist zu schließen, dass der TCP eine Saison in der Badenliga durchaus in Angriff nehmen würde.

Zusammenhalt gezeigt

Dabei ist schon alleine die Entwicklung der Plankstadter Mannschaft beachtlich. Mit den Schwestern Alexandra und Georgia Würth, den Zwillingsschwestern Saskia und Sina Klotz sowie Julyte Renno und Yanisa Splendore, die beide Jahrgang 2004 sind, baut der TCP seit Jahren auf deutsche Spielerinnen. Das ist selbst in der 1. Bezirksliga nicht alltäglich. „Wir sind sehr zufrieden mit unseren Leistungen, denn man muss betonen, dass wir aus eigener Kraft alle Spiele gewonnen haben. Die anderen Vereine haben einen ganzen Pool an ausländischen Spielerinnen, aus dem sie sich bedienen können. Das ermöglicht der Konkurrenz ein gezieltes Taktieren bei den Spielen“, erklärt Würth die Vorteile und berichtet weiter: „Wir haben durch Training, Fleiß und starken Zusammenhalt gezeigt, dass wir ganz oben mitspielen können.“

Speziell in den Doppeln – hier weist der TCP eine positive Bilanz von 11:7 auf – machte sich der gute Teamgeist immer wieder bemerkbar. Die Krux: Die vier 5:4-Erfolge fielen letztendlich wohl zu knapp aus, um am Ende auch über die Meisterschaft jubeln zu dürfen. Erst am Sonntag, 21. Juli, fällt im direkten Duell zwischen Leimen und Rheinau die Entscheidung um den Aufstieg – bis dahin heißt es für den TCP zittern. mjw

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