Lokalsport

2. Fußball-Bundesliga SV Sandhausen empfängt 1. FC Heidenheim

Zweikämpfe entscheidend

Archivartikel

Der SV Sandhausen bestreitet am Freitag, 24. November, ein Heimspiel gegen den 1. FC Heidenheim. Trainer Kenan Kocak vertraut auf die Stärke seines Teams.

Sandhausen..„Fußball ist auch ein Kampfsport.“ Nejmeddin Daghfous findet klare Worte mit Blick auf das Versehrtenlager des SV Sandhausen (SVS), auf die eigenen Blessuren nach dem klasse 2:1-Auswärtssieg gegen Darmstadt 98 (Bluterguss am Knöchel) und auf die anstehende Herausforderung. Deshalb sieht er die Chancen seiner Mannschaft im Fußball-Zweitliga-Derby gegen den 1. FC Heidenheim (FCH) ganz klar in den Zweikämpfen: „Wer in diesem Spiel die Zweikämpfe mehr annimmt und für sich entscheidet, der wird am Ende als Sieger vom Platz gehen“, ist der 31-jährige Mittelfeldakteur des SVS überzeugt, dass es zu einer kampfbetonten Begegnung im BWT-Stadion am Hardtwald kommt. Anstoß: 18.30 Uhr.

Seit Mitte des Jahres gehört der Deutsch-Tunesier zum Kader der Schwarzweißen, er kam von den Kickers Würzburg. Bei der Pressekonferenz im Vorfeld der Partie gegen Heidenheim geht er selbstkritisch mit sich ins Gericht: Er habe noch nicht an den früheren Leistungsstand aus Würzburg angeknüpft, da sei noch Luft nach oben. Doch es gehe voran, ließ Daghfous wissen. Ob es an der Eingewöhnungsphase liegt oder einer ungewohnten Rückennummer #8? Wohl eher an der Eingewöhnungsphase, so der Wahl-Mannheimer, der früher gerne mit der Rückennummer #31 auflief, die an seine „Jugendliebe“, den französischen Spieler Nicolas Anelka, erinnern sollte. „Jetzt würde ich gerne mit der Nummer #10 spielen“, gesteht Daghfous unserer Zeitung. Vorbilder gibt’s hier etliche, zuerst fällt jedoch auch hier wieder der Name eines französischen Fußballhelden: Zinédine Zidane. Da die #10 beim SVS derzeit durch Stürmer Richard Sukuta-Pasu besetzt ist, muss es Daghfous erst einmal mit der #8 richten.

Lob für Auftritt in Darmstadt

SVS-Trainer Kenan Kocak trifft im Spiel gegen Heidenheim auch auf einen alten bekannten auf der Trainerbank: „Ich respektiere Frank Schmidt sehr – als Mensch und als Trainer.“ Schmidts Team lieferte zuletzt starke Spiele ab. Daher warnte Kocak ausdrücklich davor, die aktuelle Tabellenkonstellation nicht als Ausgangspunkt für das anstehende Duell zu nehmen. Den SVS und den FCH trennen im Klassement zwar acht Plätze, jedoch lediglich sechs Punkte. „Mit dem FCH kommt ein harter Brocken auf uns zu. Das wird ein intensives und zweikampfbetontes Spiel. Dafür steht Heidenheim. Wir werden erneut an unsere Grenzen und darüber hinausgehen müssen.“

Während sich Kapitän Stefan Kulovits nach seinem Unterarmbruch in Darmstadt wieder auf dem Wege der Besserung befindet, stehen hinter Lucas Höler und Leart Paqarada noch große Fragezeichen. „Das war nicht nur ein hart erkämpfter Arbeitssieg, sondern auch inhaltlich ein sehr guter Auftritt“, lobte Kocak seine Mannschaft nach dem wichtigen Erfolg in Darmstadt. Außer ein bis zwei brenzlige Standardsituationen habe man gegen den Bundesligaabsteiger nichts zugelassen. Der SVS agierte von Anfang an gut und diszipliniert: „Ich bin sehr zufrieden.“

Vollmann muss pausieren

Weniger zufrieden dürfte Kocak beim Blick auf die Verletztenliste sein. „Wir haben den Sieg teuer bezahlen müssen“, so der 36-Jährige. Stefan Kulovits wird nach seinem Unterarmbruch bis auf weiteres ausfallen. Lobende Worte fand Kocak hierbei für Mannschaftsarzt Dr. Nik Streich, der Kulovits bereits am vergangenen Samstag operierte.

Tim Kister trainierte nach seiner ebenfalls in Darmstadt davongetragenen Platzwunde über dem Auge nur dosiert mit. Lucas Höler (Wadenbeinprellung) und Leart Paqarada (Pferdekuss) konnten derweil noch nicht mit der Mannschaft trainieren. Ein Einsatz am Freitag gegen Heidenheim steht noch in den Sternen. Paqarada absolvierte am Dienstag eine erste individuelle Laufeinheit.

Korbinian Vollmann, der erst vergangene Woche wieder ins Mannschaftstraining eingestiegen war, leidet unter einer Gürtelrose und muss vorerst pausieren.

Für das Heimspiel hofft der SVS auf 5000 Besucher. kaba/zg

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