Neulußheim

Verein Bürgerhilfe und Kulturförderung Seit 15 Jahren kümmern sich die Mitglieder um in Not geratene Bürger / Über 80 000 Euro ausgegeben

Aufführungen füllen die Spendenkasse

Archivartikel

Neulußheim.Vor 15 Jahren, im Jahr 2004 wurde der Verein Bürgerhilfe und Kulturförderung gegründet. Seitdem unterstützt er unverschuldet in Not geratene Bürger der Gemeinde. Das Jubiläum nahmen der Vorsitzende Werner Krauß, Gründungsmitglied Heinz Kuppinger sowie die zweite Vorsitzende Gisela Birk und Kassenwart Michael Bamberg zum Anlass, die vergangenen anderthalb Jahrzehnte Revue passieren zu lassen.

„Der Verein wurde gegründet, um unbürokratisch und schnell eine erste finanzielle Unterstützung in Notlagen leisten zu können“, erinnert sich Heinz Kuppinger. „Schnell wuchs die Mitgliederzahl auf aktuell 110 Personen und Firmen an, die durch ihre Mitgliedsbeiträge eine regelmäßige Einnahmequelle garantieren.“

„Zum Markenzeichen der Bürgerhilfe wurden aber auch die Kulturveranstaltungen, die in der Neulußheimer Schulaula regelmäßig für ein volles Haus sorgen“, erläutert Werner Krauß das zweite finanzielle Standbein des Vereins.

Von großen Notfällen verschont

Neben seinem Amt als Vorsitzender fungiert er als Cheforganisator und weiß, welcher Aufwand hinter einer solchen Veranstaltung steckt. „Glücklicherweise sind in den vergangenen Jahren die ganz großen Notfälle ausgeblieben, oft haben kleinere Geldbeträge ausgereicht, um zu helfen. Dadurch verbleiben auch Mittel, um Fördergelder für die Ausbildung junger Menschen zur Verfügung stellen zu können. Ganz aktuell haben wir eine Kooperation mit dem Förderverein der Lußhardt-Schule zugesagt“, erläutert Krauß seine Überzeugung, dass eine gute (Aus)Bildung das beste Rüstzeug fürs Leben ist.

„Gerne unterstützen wir daher die Initiative des Fördervereins, jedem Grundschulkind einen ausreichenden Schwimmunterricht zu ermöglichen“. „Insgesamt haben wir seit Vereinsgründung schon rund 80 000 Euro zur Verfügung stellen können“, unterstreicht Kassenwart Michael Bamberg die Leistungskraft des Vereins. „Gleichzeitig müssen wir gemäß unseren Statuten darauf achten, nur wirklich Bedürftigen Geldmittel zur Verfügung zu stellen. Die Überprüfung der Verhältnisse gestaltet sich jedoch nicht immer einfach, da die offiziellen Stellen aus Datenschutzgründen die Kontaktdaten der Betroffenen nicht weitergeben dürfen“, weist Gisela Birk darauf hin, dass der Verein bei seiner Hilfe auf Hinweise aus der Bevölkerung angewiesen ist.

„Wir sind ein tolles, gut eingespieltes Team“, sind sich die Vorstandsmitglieder einig. „Leider ist aber unser Altersschnitt nach dem Ausscheiden von Sven Schreieck aus dem Amt des Vorsitzenden wieder gestiegen. Neue Mitglieder, die auch gerne eigene Ideen einbringen dürfen, sind daher immer willkommen.“ ib

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