Neulußheim

Evangelische Kirche Netzwerk Flüchtlinge lädt zum Treff

Begegnung fördert das Kennenlernen

Archivartikel

Neulussheim.Zu einem Kennenlernen zwischen der Bevölkerung und den bereits in Neulußheim eingetroffenen Flüchtlingen lädt das Netzwerk Flüchtlinge unter der ehrenamtlichen Leitung von Walburga Schäfer und der evangelischen Kirchengemeinde am Donnerstag, 12. April, 17 Uhr in das Gemeindehaus der Kirchengemeinde ein.

Nur wenn man das Gesicht eines Menschen kennt, der hier in Neulußheim eine neue Heimat beziehungsweise eine vorübergehende Heimat gefunden hat, kann sein Gegenüber das Miteinander besser annehmen und akzeptieren. Vorurteile können so besser abgebaut werden, teilt das Netzwerk mit.

Fragte man Neulußheimer, wie sie die vor einem Jahr angekommenen syrischen Männer aus der St. Leoner Straße wahrgenommen haben, äußerten sie überwiegend: „Syrische Flüchtlinge? Davon haben wir nichts mitbekommen.“ Nachbarn äußern sich sehr positiv über das freundliche Verhalten der Männer. Mittlerweile haben einige Männer ihre Familien in ihre Arme schließen können, gehen zum Teil einer Arbeit nach und fügen sich in die Ortsgemeinschaft ein.

Erfolgreiche Integrationsarbeit

Mädchen und Jungen im Kindergarten lernen spielend die deutsche Sprache, und die älteren Kinder erzielen bereits gute Noten in den Schulen und haben Freunde gefunden. Sehr engagierte Erzieher und Lehrer in den entsprechenden Einrichtungen leisten dahingehend wertvolle Unterstützung der Kinder und Jugendlichen.

Zu den bereits sichtbaren Erfolgen in der Integrationsarbeit beigetragen haben die Verwaltung der Gemeinde, aber auch das Netzwerk Flüchtlinge und die Awo Neulußheim. Hilfe zur Selbsthilfe geben ist nach Angaben des Netzwerks einer der wichtigsten Punkte. Die deutsche Sprache zu lernen, hat aber immer noch die höchste Priorität. Geeignete Wohnungen zu finden, ist auch für deutsche Familien schwierig, umso mehr freut sich das Netzwerk, wenn syrische Familien geeigneten Wohnraum gefunden haben.

Familien erleben Gastfreundschaft

Im 14-tägigen Begegnungscafé, das auch ehrenamtlich betreut wird, treffen sich die Familien und erleben deutsche Gastfreundschaft bei Kaffee und Kuchen. Wichtiger sind ihnen aber die Gespräche und auch die Beantwortung von Fragen.

Eine kleine Anekdote: Dass man sich „Frohe Ostern“ wünscht, hatten sie aufgenommen und beim letzten Begegnungscafé nach Ostern kamen sie und wünschten ein wenig spät herzlich „Frohe Ostern“. Sie wollen sich integrieren, wollen arbeiten und sind wissbegierig, wie was in Deutschland und vor allen Dingen in Neulußheim funktioniert.

Auch der Aufruf der Awo-Kleiderstube um Haushaltsgegenstände für die jungen Gambier, die im Sandbuckel ihre vorübergehende Heimat gefunden haben, hat gezeigt, dass die Bevölkerung durchaus bereit ist, mitzuhelfen und den Aufenthalt der jungen Männer erträglicher zu machen.

Anwesend sein wird am Donnerstag auch Simone Thangarajah, Flüchtlingsbeauftragte der Gemeinde, die wöchentlich, dienstags von 14 bis 16 Uhr im Bürgerbüro für Fragen von Flüchtlingen, Ehrenamtlichen und Bevölkerung eine Sprechstunde hält.

Um allen interessierten Neulußheimern die Möglichkeit zu geben, miteinander ins Gespräch zu kommen, Wünsche und auch Bitten für das gemeinsame Miteinander zu äußern, lädt das Netzwerk deshalb zu dieser Begegnung am Donnerstag im evangelischen Gemeindehaus für ein oder zwei Stunden bei allerlei Mitgebrachtem ein. rhw

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