Neulußheim

SC Olympia Erster Spatenstich für neues Kabinengebäude / Gesamtkosten werden auf rund 450 000 Euro geschätzt / Unterstützer sind gesucht

„Club der Hunderter“ greift Verein unter die Arme

Archivartikel

Neulußheim.Fußball ist seit einer gefühlten Ewigkeit der ungeschlagene Lieblingssport der Deutschen. Kein Wunder, dass man auch in Neulußheim dem König Fußball huldigt – und das schon in jungen Jahren. Der SC Olympia trainiert eine kontinuierlich wachsende Zahl an Jugendspielern, derzeit knapp 200 an der Zahl. Und die Begeisterung ist keine Männerdomäne: Ganze fünf Mädchenmannschaften zählt die Jugendabteilung des Vereins.

Mehr als Grund genug also, dem Nachwuchs ansprechende Vereinsangebote zu ermöglichen. Nach dem neuen Kunstrasenplatz folgt nun bald die neu gebaute Umkleidekabine: Der erste Spatenstich wurde schon gesetzt.

Getrennte Bereiche

Konzipiert hat das Gebäude Architekt Joachim Krauß, für die Tragwerksplanung zeichnet Harald Bruder verantwortlich, Ralph Oswald hat die Planung der Haustechnik übernommen. Bis die Rohbaufirma Shtufi ihre Arbeit aufnehmen kann, soll es nur noch wenige Tage dauern.

Das eingeschossige Gebäude mit rund 280 Quadratmetern Grundfläche verfügt über zwei getrennte Bereiche mit je einem Eingang. Pro Bereich befinden sich zwei Umkleidekabinen mit Duschen und WC. In der Mitte des Baus, der sich leicht gekrümmt an die Form des Sportplatzes anschmiegt, befinden sich Technikraum und die Umkleidekabinen für die Unparteiischen. Das Warmwasser wird über Solarthermie gewonnen, die Entlüftung mit Wärmerückgewinnung sorgt für nachhaltige Beheizung.

Die Kosten belaufen sich auf stolze 450 000 Euro. 200 000 übernimmt die Gemeinde, weitere 50 000 der badische Sportbund. Für die restliche Summe muss der Verein aufkommen und sucht dafür nach Unterstützern. Der „Club der Hundert“ wurde zu diesem Zweck von den traditionsbeauftragten Leo Hölzel und Fritz Brömmer gegründet. Aufnahmekriterium: eine Spende von mindestens 100 Euro.

Clubhaus wurde 1963 eröffnet

Notwendig geworden war der Neubau aus verschiedenen Gründen. Die Einrichtungen im 1963 eröffneten Clubhaus des SC Olympia sind mittlerweile deutlich in die Jahre gekommen und hätten ohnehin einer allumfassenden Sanierung bedurft. Darüber hinaus befinden sich die derzeitigen Umkleiden unpassenderweise im Keller des Clubhauses. Eine zweite Schiedsrichterkabine war zum Bauzeitpunkt, auch aus Mangel an weiblichen Schiedsrichtern, schlicht nicht nötig.

Diese Unannehmlichkeiten sollen – wenn alles nach Plan verläuft – bis zum Ende des Jahres Geschichte sein, wenn die neue Umkleide steht. sb

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