Neulußheim

Landfrauenverein Markus Seidl referiert über Sultanat

Der Oman – das Land aus 1001 Nacht

Archivartikel

Neulußheim.„Salem aleikum“ schallte durch das voll besetzte Feuerwehrhaus – Markus Seidl war wieder da, mit einem Vortrag über den Oman, dem Land aus 1001 Nacht. Der Landfrauenverein Neulußheim hatte ihn zum wiederholten Mal eingeladen, um von einer seiner fantastischen Reisen zu berichten und das Publikum mit rund 300 Bildern zu erfreuen. Außerdem haben die Landfrauen landestypische Speisen angeboten.

Seidl war vor kurzem mit einer Reisegruppe über 3500 Kilometer im Sultanat Oman unterwegs. Die Zuhörer erfuhren, dass das Meer im November noch 37 Grad Celsius hat. „Man kann sich dort auf Englisch gut verständigen. Es gibt viele Gastarbeiter aus Pakistan und Indien, die an die 400 Euro zahlen müssen, damit sie für eine bestimmte Zeit im Land arbeiten dürfen“, erklärte Seidl.

Die Gruppe war längere Zeit unter schweren Bedingungen in der Wüste unterwegs. Eines der wichtigsten Dinge, die sie dabei hatte, war Wasser. Es ist ein Gebot in der Wüste, dass entgegenkommende Reisende, die signalisieren, dass sie Wasser brauchen, welches bekommen. Die Zelte müssen weit weg von den Oasen aufgestellt werden, denn auch Schlangen, Skorpione, Chamäleons und Riesenspinnen suchen das Wasser.

„Die Omani sind freundliche Menschen. Man nennt das Sultanat auch das Land der Gastfreundlichkeit und des Lächelns. Zur Begrüßung reichen sie Freunden getrocknete Datteln“, kam der Referent auf die Bevölkerung zu sprechen. Kamele würden dort als Fleischwaren gehalten werden, wie bei uns Rinder. Kamelfleisch solle laut Seidl übrigens gut schmecken. Mitten in der Wüste baue man Heu für die Tiere an, denn per Zufall sei man auf Wasser gestoßen. „Sie bohrten nach Öl und fanden Wassert“, sagte Seidl und lachte.

Öl kommt statt Wasser

Auch eine lustige Anekdote wollte er seinem Publikum nicht vorenthalten. „Wir haben uns auf eine Dusche in der Wüste gefreut“, begann er zu erzählen. Da die Männer den Frauen den Vorrang gelassen hätten seien sie zuerst duschen gegangen. Allerdings sei statt eines Wasserstrahls ein Klumpen schwarzes Öl aus dem Schlauch gekommen. Das liege daran, dass im Oman Wasser- und Ölvorkommen nahe beieinander liegen würden. Vor dem Ölfund im Land, der noch etwas mehr als zehn Jahre anhalten soll, lebten die Omani von Fischfang, Weihrauch und Handel mit Indien.

Auch einen Tipp hatte der Referent parat: Sollte man in den Oman reisen, müsse man beachten, dass man nicht in jedem Wassertümpel baden solle. In den Tümpeln gebe es Würmer, die den Menschen von innen heraus verfaulen liesen. dh

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