Neulußheim

„Wir für Neulußheim“ Bürgerschaftliches Engagement fördern / Starke Teilhabe an der Kommunalpolitik geplant

Die vielfältigen Gestaltungsmöglichkeiten nutzen

Archivartikel

Neulußheim.Auf positive Resonanz stieß der erste Stammtisch des neu gegründeten Vereins „Wir für Neulußheim“, heißt es in einer Pressemitteilung der Organisatoren.

Unter den Gästen hätten sich gebürtige Neulußheimer befunden, die ihre Heimatgemeinde wie ihre Westentasche kennen, aber auch Neubürger, die in Neulußheim nicht nur wohnen, sondern auch heimisch werden wollen. „Genauso soll es sein“, freute sich Vorsitzende Ingeborg Bamberg, die mit Hilfe des Vereins Menschen zusammenbringen will, denen die Entwicklung der Gemeinde am Herzen liegt.

Die Idee des Vereins basiere auf zwei Säulen. „In erster Linie wollen wir bürgerschaftliches Engagement fördern und ein Netzwerk bilden für alle, die sich in ihrer Heimatgemeinde einbringen wollen,“ betont die zweite Vorsitzende Claudia Piorr. Dass es hierfür einen Bedarf gebe, sei in der Diskussion deutlich geworden. So sei es für viele ein großes Ärgernis, dass uneinsichtige Zeitgenossen regelmäßig ihren Abfall im Ortsgebiet hinterlassen würden. Besonders markant sei dieser Missstand am Feldrand in der Tullastraße, wie Rückmeldungen von Anwohnern und Spaziergängern zeigten.

„Als Einzelperson will man aber auch nicht ständig die Müllabfuhr für andere spielen,“ so der verständliche Tenor. „In einer gemeinsamen Reinigungsaktion mit anderen Bürgern sehe das dann schon wieder anders aus“, war man sich einig. Daher werde der Verein „Wir für Neulußheim“ im Frühjahr eine „Dreck-weg-Aktion“ organisieren. Der Verein übernehme die Werbung und koordiniere die Aktion, die Helfer müssten nur noch etwas Zeit einbringen, damit die Aktion zum Erfolg werde.

Für eine höhere Wahlbeteiligung

Die zweite Zielsetzung des Vereins sei die Teilhabe in der Kommunalpolitik. „Im Gemeinderat werden die Weichen für die Ortsentwicklung gestellt,“ stellt die langjährige Gemeinderätin Ingeborg Bamberg fest. Tatsächlich habe sich Neulußheim in den vergangenen Jahren sehr gut entwickelt. Es seien viele Infrastrukturmaßnahmen umgesetzt worden und der Zuzug von Neubürgern beweise, dass Neulußheim eine attraktive Wohngemeinde sei. „Wir wollen mit unserem Verein dafür werben, dass sich Menschen für die Kommunalpolitik interessieren und daran teilhaben,“ sind sich Bamberg und Piorr einig.

„Eine Wahlbeteiligung von nurgut 50 Prozent wie bei der letzten Gemeinderatswahl ist uns zu wenig. Wir haben Lust auf Kommunalpolitik, weil sie vielseitige Gestaltungsmöglichkeiten bietet und nah am Alltag der Menschen ist. Und wenn man auf unproduktive Machtkämpfe verzichtet und stattdessen auf sachliche Diskussionen setzt, bei denen sich am Ende das beste Konzept durchsetzt, macht sie richtig Spaß“, so die beiden Vorsitzenden abschließend. ib

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