Neulußheim

Aktiv im Alter Veranstaltungsprogramm für Senioren / Eröffnung mit „100 Jahre Arbeiterwohlfahrt“

Ein „Ah“ für tolle Accessoires

Neulußheim.In dem Veranstaltungsprogramm „Aktiv im Alter“ wurde ein ansprechendes Programm für Senioren zusammengestellt, wobei Vereine und Parteien auch die Möglichkeit haben, einen Nachmittag zu gestalten. Den Auftakt machte der Ortsverein der Awo unter dem Motto „100 Jahre Arbeiterwohlfahrt“. Renate Schöner begrüßte und lud ein, sich am gestifteten Kuchenbuffet bedienen zu lassen. Die Helfer des Aktiv-im-Alter-Teams hatten zuvor die Tische gedeckt und standen mit den Kaffeekannen bereit.

Bürgermeister Gunther Hoffmann war ebenfalls gekommen, um den Senioren noch ein gutes neues Jahr zu wünschen. Renate Schöner überbrachte dazu noch Glückwünsche der Awo zu seinem runden Geburtstag.

Geschichte des Verbandes

In Baden-Württemberg gibt es heute etwa 25 000 Mitglieder, 15 000 hauptamtlich Beschäftigte. Dazu 35 000 Ehrenamtliche sind eine stolze Zahl. Alle angetreten mit der Vision, sich für eine bessere, gesellschaftliche Lage einzusetzen. So auch der Ortsverein. Das war eine Überleitung zu dem kurzweiligen Film, den Renate Schöner mitgebracht hatte. In ihm wurde gezeigt, wie es vor 100 Jahren zur Verbandsgründung kam, die erst durch die Zivilcourage von Marie Juchacz, geboren am 15. März 1879 und am 28. Januar 1956 verstorben, möglich war. Ein frühes Ziel der Awo lag in der Verbesserung der staatlichen Fürsorge. Verhütung von Klassenarmut durch die Ursachenbekämpfung. Die Awo ist eine Organisation, die ihren Ursprung in der Arbeiterbewegung fand, mit dem bewussten Willen, in das große Arbeitsgebiet der Wohlfahrtspflege ihre Ideen hineinzutragen. Dazu gehören die Selbsthilfe, die Kameradschaftlichkeit und Solidarität, aber auch, dass die Wohlfahrtspflege vom Staat und seinen Organen betrieben werden muss.

Damals stand die Awo für die Selbsthilfe der Arbeiterschaft. Heute steht sie mehr für Gerechtigkeit, Solidarität und Toleranz. Und wird in der Arbeit der Ortsvereine gelebt. Das große Jubiläum wurde mit einem Markt der Möglichkeiten, bei dem Kreisverbände ihre Arbeit mit Infoständen und Mitmachaktionen präsentierten, Ende 2019 in Karlsruhe gefeiert. Jetzt zu Anfang des neuen Jahres wird in verschiedenen Orten mit Ausstellungen, Vorträgen und Vernissagen der Gründung gedacht.

Neben dem Film hatte Renate Schöner zahlreiches Fotomaterial aus der Geschichte des Ortsvereines mitgebracht. Erinnerungen an viele Veranstaltungen im alten Schulhaus mit Kerweschlumpel, Weihnachtsmarkt mit Rindfleisch und Meerrettich und vergangene Faschingsfeste wurden wach. Aber auch das seinerzeit durchgeführte Obdachlosenfrühstück unter der Leitung von Hildegard Kuppinger. „Heute hat sich die Awo den veränderten Bedürfnissen in unserer Gesellschaft durch ihre Angebote angepasst. Die Awo erfindet sich gewissermaßen immer neu, sie ist in unserer Gemeinde – bedingt durch ihre Wirksamkeit – nicht mehr wegzudenken und sie ist sogar örtlich zwischen Rathaus und Kirche zu finden. Also mittendrin“, so Renate Hettwer.

Schicke Modenschau

Anschließend hatten die Awo-Verantwortlichen noch eine kleine Überraschung mit einer Kleiderstubenmodenschau für die Senioren vorbereitet. Kleidung und Accessoires wurden von Carmen Steiner, Sigrid Göbelt, Uschi Weber, Helga Bätz, Renate Schöner und Renate Hettwer vorgeführt. So manches „ah“ und „oh“, „schick“ und „wie toll“ wurden von den Senioren geäußert. Die gezeigten Vorführmodelle konnten nach der Veranstaltung gegen eine kleine Spende erworben werden. „Kommen Sie gern einmal zur monatlichen Tauschbörse vorbei“, so Renate Hettwer. Die nächste findet am Donnerstag, 23. Januar, von 16 bis 18 Uhr in der Begegnungsstätte statt.

Kulturamtsleiterin Alexandra Özkalay dankte den Verantwortlichen für die Gestaltung des ersten Seniorennachmittags und lud zum bunten Faschingsnachmittag für Dienstag, 11. Februar, ab 15 Uhr ins evangelische Gemeindehaus ein. rhw

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