Neulußheim

Haus Kunterbunt Beirat zufrieden im Umgang mit Corona-Bedingungen / Wiederaufnahme des Betriebs innerhalb weniger Tage geleistet / Montagmorgenkreis virtuell

Eltern freuen sich über flotten Neustart

Archivartikel

Neulußheim.Jobbedingt viel unterwegs und durchgetaktete Tage gehören zum Alltag fast aller Familien. Daher wissen die Eltern der Kindertagesstätte Haus Kunterbunt sehr zu schätzen, welch tolle Arbeit die Erzieher tagtäglich leisten. Sie singen, tanzen und basteln mit den Kindern. Sie sind viel draußen und haben immer wieder neue Ideen die Kinder zu fördern und in ihren Entwicklungsschritten zu unterstützen. Die Kinder fühlen sich wohl und man weiß sie gut aufgehoben, heißt es in einer Pressemitteilung des Elternbeirates: „Und dann kam Corona.“

Die Schließung der Kita kam für die Eltern nicht überraschend, aber die Situation doch: Für die Eltern, die nicht wussten wie Job und Kinderbetreuung für alle Seiten zufriedenstellend unter einen Hut zu bekommen sind und das Kita-Team, das versuchte dem Informationsbedarf der Eltern gerecht zu werden, ohne selbst wirklich zu wissen, was das alles zu bedeuten hat. Zunächst sprach man vom Zeitraum von vier Wochen, keiner wusste so recht wie das funktionieren sollte, alle dachten, „okay, wir kriegen es irgendwie rum und machen das Beste daraus“.

Um den Kindern eine Freude zu machen und den Kontakt nicht gänzlich zu verlieren, hat sich das Team Haus Kunterbunt, rund um Christine Pech, etwas Tolles einfallen lassen. Jeden Montagmorgen wurde der Morgenkreis via Skype durchgeführt und immer montags konnte man mit den Kindern bei der Kita vorbeigehen und sich eine Überraschung für die Woche abholen. Diese war mit Bastelideen, Geschichten zum Vorlesen oder Liedern gefüllt und sollte die Zeit zu Hause versüßen. Die Kinder haben es geliebt, der montägliche Gang wurde für viele zur Routine, man konnte ein paar Worte mit den diensthabenden Erzieherinnen und Erziehern wechseln, sich austauschen und blieb in Kontakt.

Lernen voneinander fehlt

Was den Kindern in der ganzen Zeit gefehlt hat, das Spielen mit Gleichaltrigen, das Abschauen und das Lernen voneinander. Denn es ist einfach nicht möglich, konzentriert zu arbeiten, Telefonkonferenzen durchzuführen, Weiterentwicklungen voranzutreiben, die ja aktuell so wichtig sind und ganz nebenbei ein Kleinkind geistig und physisch entsprechend auszulasten, geschweige denn, ihm bei Entwicklungsschritten zu helfen, beispielsweise trocken zu werden. Und von den Eltern, die beide in Präsenzberufen arbeiten, braucht man gar nicht zu reden, was diese leisten mussten.

Der Kita-Betrieb kommt langsam wieder in Fahrt und das Kita-Team hat es geschafft, innerhalb weniger Tage eine passende Lösung für eine Wiederaufnahme des Betreuungsbetriebs zu finden, um allen Eltern zumindest ein wenig Entlastung in die Situation zu bringen und den Kindern die Rückkehr in deren Alltag zumindest teilweise zu ermöglichen.

Am Ende wurden es acht Wochen, in denen alle den Alltag meistern mussten, ohne jegliche Betreuungsmöglichkeit, ohne jeglichen sozialen Kontakt für die Kinder und mit der ein oder anderen Existenzangst auf allen Seiten. Denn die Ungewissheit, in der alle Beteiligten über lange Zeit gelassen wurden, war und ist nicht zu entschuldigen, heißt es in der Pressemitteilung weiter. In anderen Einrichtungen sieht und sah es anders aus. Deshalb, so der Elternbeirat, soll ein riesiges Dankeschön an das gesamte Erzieherteam ausgesprochen und darauf aufmerksam gemacht werden, welch wichtige Arbeit in den Kitas Tag für Tag geleistet wird und wie unentbehrlich diese für die Gesellschaft sind. zg

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