Neulußheim

SPD-Ortsverein Sicherheit der Schulwege war Thema bei einer Ortsbegehung

Eltern-Taxis sorgen für Chaos

Neulußheim.SPD-Vorstandsmitglieder und Gemeinderäte hatten sich bei ihrer ersten Vor-Ort-Begegnung im Juni bereits ein Bild vom Schulweg im Westen der Gemeinde gemacht. Beim zweiten Termin standen das Abfahren der Schulwege östlich der Hockenheimer und Waghäuseler Straße, sowie die Wege zum Bahnhof auf dem Programm.

Erster Stopp war der Zebrastreifen am Bereich Rathaus/Markus-Schule, wo der Hauptquerungsweg für die Schüler aus dem nordöstlichen Teil der Gemeinde ist. Die Markus-Schule bringt hier morgens Schülerlotsen zum Einsatz, aus gutem Grund. Hauptproblem seien neben dem starken Verkehr vor allem Eltern, die mit ihren Autos die Kinder direkt vor der Schule absetzen wollen und dabei sogar auf dem Zebrastreifen parkten, ein Chaos, das auch jeden Morgen vor der Lußhardtschule zu beobachten sei.

In diesem Zusammenhang berichtete eine Mutter von dem Aufruf und der Teilnahme der Lußhardtschule am Projekt „Autofreier Schulweg“: Für jeden gelaufenen, geradelten und gerollerten Schulweg haben Kinder einen Fußabdruck bekommen – diese wurden gesammelt und im Schulhaus aufgehängt.

Weiter ging es zum Kreisel Ortsausgang Richtung Reilingen. Hier konnte man sich vergewissern, dass mit dem Umbau des Straßenknotens und dem Anlegen der Zebrastreifen der Weg zum und vom Bahnhof deutlich sicherer wurde. Auch Schüler aus dem Bahnhofsviertel und dem Neubaugebiet am Alten Bahnhof nutzen die neue Querung an der St.-Leoner-Straße auf ihrem Weg zur Schule.

Aufgrund des engen Gehwegs an der St.-Leoner-Straße und wegen der geparkten Fahrzeuge laufen die Kinder die Ladestraße, am Rewe, entlang und weiter in die Robert-Koch-Straße. Ein Gefahrenpunkt bestehe an der Ecke Robert-/Kazmaierstraße. Wegen des fehlenden Gehweges auf der östlichen Seite der Kazmaierstraße und eines großen Baumes, sei die zu querende Straße für die Kinder schlecht einsehbar, so ein Vater. Viel gefährlicher seien aber vereinzelte Raser, die, wie die Messungen der Gemeinde belegen, in der Kazmaierstraße mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit fahren.

Weiter ging es durch die Goethestraße, über den Messplatz, die Jahn- und Lußhardtstraße bis zum Zebrastreifen zur Rheinstraße. Hier war man einhellig der Meinung, dass mit der Neugestaltung der Waghäuseler Straße die Querung der Hauptstraße übersichtlicher und somit sicherer wurde.

Für Radfahrer attraktiver werden

Letzte Station der Fahrt war der Übergang an der Waghäuseler Straße, Höhe Hochhaus, der mit einer Drucktastenampel versehen ist. Diese Stelle wird vor allem von Schülern aus dem „Waldviertel“ genutzt und ist zwingend notwendig, da in diesem Bereich meist mit sehr hoher Geschwindigkeit gefahren wird.

Abschließend waren sich die Teilnehmer der „Ortsbereisung“ einig, dass auf der Grundlage des SPD-Verkehrskonzeptes in den letzten Jahren viele Maßnahmen ergriffen wurden, die Schulwege sicherer zu machen, dass es aber immer noch neuralgische Stellen gebe, die beseitigt werden müssten. Auch setze der Ortsverein darauf, dass Neulußheim „fahrradfreundlicher“ werden müsse, um den innerörtlichen Pkw-Verkehr zu reduzieren. rhw

Das Wichtigste von heute
Newsticker Rhein-Neckar
Newsticker Schwetzinger Zeitung
Newsticker überregional