Neulußheim

Alter Bahnhof In drei Wochen sollen die Arbeiten abgeschlossen sein / Sie sind wegen der Corona-Krise vorgezogen

Frischer Anstrich für den Kulturtreff

Archivartikel

Neulußheim.Ein Baugerüst steht um das weiß-rötliche Gebäude, das den Bürgern der Gemeinde als „Kulturtreff „Alter Bahnhof“ bekannt ist. Ein schmuckes, altes Gebäude, das seinen Platz in und um die Gemeinde gefunden hat.

Vor etwa 30 Jahren wurde der „Alte Bahnhof“ von seiner üblichen Bestimmung als Bahnhofsgebäude zu einem Haus der Begegnung, einem Kulturtreff. Die lokale Kultur soll gefördert, das kulturelle Angebot in der Gemeinde erweitert werden. Der Bahnanschluss, den Neulußheim im 19. Jahrhundert erhielt, war eine der größten Errungenschaften der Gemeinde. Am 4. August 1870 wurde das Gebäude in der Bahnhofstraße 2 eingeweiht. So war dies auch für die Nachbargemeinde von großem Vorteil, die diesen Anschluss nun selbst nutzen konnten.

Über 100 Jahre später wurde ein neuer Bahnhof gebaut. Dieser wurde einige Meter weiter im Jahr 1986 eingeweiht. Das bisherige Gebäude wurde umfunktioniert, für einen anderen Zweck genutzt. Die Außenfassade wurde neu gestaltet – der „Alte Bahnhof“ wurde zu einem Kleinod der Kultur. Er wurde ein Treffpunkt für Kunstinteressierte, örtliche Vereine und vor allem für künstlerische Veranstaltungen. „Damals wurde umfangreich saniert. Jetzt muss einfach investiert werden. Auch um das schönste Gebäude, das wir noch haben, entsprechend zu erhalten“, sagt Bürgermeister Gunther Hoffmann auf Nachfrage.

Putz schimmert durch

Das Gebäude wird also auf Vordermann gebracht. Hauptgrund dabei ist das Holz am Dach, das aufgearbeitet werden muss. Es wird gestrichen und auch der Sandstein wird gereinigt. Für das Holz rund um das Gebäude sowie für Vordach und Türen wird es einen neuen Anstrich geben, wie Hoffmann durchblicken lässt. Auch die Holzklappläden, die zur Zierde angebracht sind, werden erneuert. „Das ist jetzt einfach eine Unterhaltungsmaßnahme. Das Gebäude sah zwar von der Farbe her noch gut aus, aber der Putz hat an manchen Stellen teilweise schon durchgeschimmert“, erklärt der Bürgermeister diesen Schritt und ergänzt: „Nach 30 Jahren ist es vor allem wegen des Holzes und den Klappläden einfach notwendig geworden.“

Die Corona-Krise spielt den Arbeiten am Kulturtreff dabei in die Hände. Da der Veranstaltungsbetrieb ruht, steht das Gebäude sozusagen leer. Keine Menschen gehen regelmäßig ein und aus, genießen die Kultur, die sie eigentlich in diesem alten Gebäude erleben können. Daher nutzte die Gemeinde die Chance und zog die Arbeiten vor. „Es war eigentlich eher für den Herbst geplant, dann wenn die Spielsaison rum ist.

Da jetzt aber alle Veranstaltungen abgesagt sind, haben wir so entschieden“, sagt Hoffmann. Bis allerdings die Angebote für diese Arbeiten gekommen sind, habe es etwas gedauert. Auch bis die Firma dann Zeit hat – aber nun hat es geklappt. Das Baugerüst steht, das Gebäude bekommt einen neuen Anstrich und erstrahlt in etwa zwei bis drei Wochen in neuem Glanz. wie Hoffmann schätzt. „Die Klappläden kommen bestimmt etwas später“, ergänzt er noch abschließend, denn diese werden komplett neu ersetzt. Auch bei den Farben am Gebäude werde sich nichts ändern, „diese fanden wir gut“.

Und so erkennt jeder, der am Gebäude vorbeikommt den Kulturtempel der Gemeinde wieder. Dann ist es nur noch an der Zeit, dass das Gebäude wieder mit Leben gefüllt werden darf.

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