Neulußheim

Arbeiterwohlfahrt Bingospieler müssen sich gedulden / Kleiderstube weiterhin geschlossen

Geselligkeit wird vermisst

Archivartikel

Neulußheim.Die ersten vorsichtigen Coronalockerungen sind in Kraft getreten. Die ersten zaghaften Schritte im sozialen Miteinander. Doch die Bingospieler aus der Awo-Begegnungsstätte müssen noch warten – alle gehören zur Risikogruppe. Aus Achtsamkeitsgründen und aus den Verordnungen heraus verzichten sie noch auf ihre Zusammenkunft. Seit mittlerweile neun Wochen ruhen die Bingokarten.

„Wir haben den 2. Weltkrieg überstanden, da werden wir die Pandemie, die uns keine so große Entbehrung wie im Krieg bringt, doch auch überstehen“, so die Aussage einer Seniorin. Recht hat sie. Dennoch fehlt ihnen allen das gemeinsame Bingospiel, das den Geist fit und rege hält. Und was als I-Tüpfelchen nach jedem Bingospiel auf die Spielerinnen wartete, war das gemeinsame Kaffeetrinken. Ob der Gold- und Silberkuchen von Lisa Klever, ein fruchtiger Kuchen der Vorsitzenden Renate Schöner oder eine Torte von Marianne Weng, nach dem konzentrierten Bingospiel wurde genossen, geplaudert und sich über das Glück oder Pech beim Bingospiel unterhalten. Alles zur Zeit nicht möglich.

Spieleansager Bernd Weber ist jetzt in seinem Garten zu finden, wo der erste grüne Salat geerntet wird, den seine Frau Uschi mittags auf den Tisch bringt. Einige mobile Senioren kann man auf dem Friedhof begegnen, wo gerade frische Blumen gepflanzt werden. Welch Freude, wenn man sich mit dem nötigen Abstand austauschen kann. Jetzt schätzt man, was man stets als selbstverständlich angesehen hat, so die einhellige Meinung. Das wird auch durch etliche Telefonate deutlich, die die Mitglieder des Vorstands erhalten in denen auch gefragt wird, wann die beliebte Kleiderstube wieder öffnet.

Verschiedene Möglichkeiten der Öffnung wurden diskutiert. Aber bevor nicht weitere Lockerungen in Kraft treten, muss die Kleiderstube geschlossen bleiben. Die vielen Helfer können es, genauso wie die Bingospielerinnen, kaum erwarten, bis das soziale und vielfältige Geschehen wieder in der Begegnungsstätte Einzug hält.

Als kleinen Hoffnungsschimmer hat Vorsitzende Renate Schöner Zusage für den Ferienspaß der Gemeinde im Rathaus abgegeben. Ganz klar, was auch die Ferienkinder seit Jahren begeistert: Bingo und nochmals Bingo. rhw

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