Neulußheim

Alter Bahnhof „The RememBerries“ präsentieren knackigen Mix

Jedes Stück bringt mehr Bewegung

Archivartikel

Neulußheim.Fast alle Plätze des Alten Bahnhofs waren besetzt, als „The RememBerries“ aus Speyer zu ihren Instrumenten griffen. Mit viel Spielfreude gelang es Martin „T 1.0“ Tagscherer (Gesang und Akustikgitarre), Sabine „Missy Canis“ Hund (Bass und Backing vocals) sowie Christoph „Crazy-Guitar“ Maier (E-Gitarre), sich mit jedem Stück ein bisschen mehr in die Herzen der Zuhörer zu spielen, so dass immer mehr Bewegung ins Publikum kam, das seine anfängliche Zurückhaltung ablegte und zu wippenden Füßen, leichtem Headbanging und Mitsingen wechselte.

Denn mit ihrer Ankündigung, Rock- und Popsongs der letzten 40 Jahre zu spielen, hatte die Band nicht zu viel versprochen. Bei einem mal wilden, mal entspannten Ritt durch Genres und Zeiten bot sie ein sehr buntes und oft neu interpretiertes, dadurch aber umso interessanteres Repertoire. Alternative Rockcover wie „High & dry“ von Radiohead fanden genauso Zustimmung wie „The last time“ der Rolling Stones oder die Ballade „Chasing cars“ der Schottenrocker von Snow Patrol. Bei „Little black submarines“ von The Black Keys ging es nach zurückhaltendem Intro besonders rockig zur Sache.

Alle drei Künstler überzeugten im Laufe des Abends – „Missy Canis“ mit kräftigen Bass-Riffs und perfekt abgestimmten Backing Vocals, „Crazy Guitar“ mit überzeugenden E-Gitarren-Soli.

Ein Highlight des Abends war „Foxy Lady“ von Jimi Hendrix, was auch dank ganzem Körpereinsatz des Trios für Woodstock-Feeling sorgte. Erfreutes Erstaunen rief eine sehr spezielle Version von Peter Fox „Alles neu“ hervor, und als gegen Ende des Auftritts „Quinn the Eskimo“, auch bekannt als „The Mighty Quinn“, vom großen Bob Dylan angestimmt wurde, sangen die Gäste begeistert mit. Erst nach der zweiten Zugabe entließ das Publikum ihre drei neuen Lieblinge.

„Persönlicher Fanclub“ dabei

Myriam „Myrre“ Stadler aus St. Leon-Rot und ihre Freundinnen Silke Bender und Ulrike Winkler waren nicht nur von der Musik begeistert: „Wir sind sozusagen der persönliche Fanclub von Martin und den ,RememBerries. Wir kennen ihn persönlich und es ist nicht nur fantastische Musik, sondern er ist auch ein ganz toller Mensch.“

Zuschauerin Heidi Ross erinnerte sich an frühere Zeiten, denn sie kannte den Leadsänger schon als Kind: „Er ist aus Speyer, aber hier aufgewachsen“, und ergänzte: „Ich hab ihn auf dem Plakat gesehen und mir gedacht, huch, der macht ja Musik, jetzt gefällt es mir sehr gut.“ Dass auch ältere Neulußheimer es musikalisch rockig und alternativ mögen, kann seit Freitag als sicher gelten.

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