Neulußheim

Arbeiterwohlfahrt Ferienkinder spielen im Begegnungshaus / Apfelschälmaschine sorgt für verblüffte Gesichter

Josephine ruft als erste „Bingo!“

Archivartikel

Die Awo-Helfer um die Vorsitzende Karin Horchheimer und Renate Schöner beteiligen sich seit einigen Jahren – nach ihren Möglichkeiten – am Neulußheimer Ferienspaß, heißt es in einer Pressemitteilung. Was den Älteren 14-täglich in den Räumen der Awo-Begegnungsstätte Freude bereitet, machte auch den 13 Ferienkindern riesigen Spaß. Bingo und Spiele faszinieren gleichermaßen groß und klein.

An zwei großen Tischen nahmen die Ferienkinder Platz, um Bingo – und zu Beginn ein kniffliges Steck- und Würfelspiel zu spielen.

Bei diesem Ferienprogramm ging es mal nicht um Action. Eher auch mal ums Stillsitzen, mit großer Konzentration und einem schnellen Blick auf die roten Karten zu blicken und dabei viel Spaß und auch ein wenig Glück zu haben.

Für die pfiffigen Kinder kein Problem. Kaum zu glauben, absolute Stille an den Tischen. Spielleiterin Mika Schöner am ersten Tisch schüttelte noch einmal die kleinen Holzzahlen durcheinander. „B 5“ ihre letzte Ansage und schon kam das erlösende Wort „Bingo“ von Josephine, die als erste alle genannten Zahlen in einer Reihe hatte. Ein Gewinnerstrich auf die Namensliste und weiter ging es im Spiel. So auch am Tisch zwei, wo Bernd Weber das Spiel lenkte und Julian das erste Spiel jubelnd gewann. „Bingo!“ – Lissy und Christopher waren die Nächsten, die glücklich das Zauberwort riefen. Gar nicht schnell genug konnte das nächste Spiel beginnen. Die Jungs Philipp, Benjamin, Mathis, Bawrajan und Neijervan waren mucksmäuschenstill und die Mädchen Hannah, Julia, Selma und Emily zeigten sich ganz cool und hofften auf ein bißchen mehr Glück und die richtigen Zahlen.

Dabeisein ist alles

Zwischen den Kindern saßen die Bingo-Profis Karin Horchheimer, Renate Hettwer und Barbara Schwarz, um den Bingo-Neulingen zur Seite zu stehen. Benjamin war etwas traurig, weil er kein Spiel gewann. Aber aufgemuntert, dass das Dabeisein genau so schön ist, spielte er tapfer weiter.

Während die fröhliche Schar konzentriert der Zahlenansage lauschten, zog leckerer Waffelduft durch die Awo-Begegnungsstätte. Renate Schöner und Uschi Weber bereiteten alles für die Pausenstärkung vor, wobei kühle Getränke und Wassermelonenstückchen sowie die Äpfel zum selber schälen an der coolen Apfelschälmaschine der absolute Renner waren. Interessiert hörten alle während der Pause Renate Schöner zu, die den Ferienkindern die Arbeit der Awo etwas näher brachte. „Meine Mama hat auch schon Sachen in die Kleiderstube gebracht und die Oma von meiner Freundin spielt hier auch Bingo“, wusste eine kleine Spielerin zu berichten.

„Nach dieser Stärkung bin ich fit für die nächste Runde Bingo“, erklärte der nächste junge Gast. Minuten später hörten die Betreuer ein fröhliches „Yipiehh, gewonnen!“

Viel zu schnell ging der Nachmittag in der Awo-Begegnungsstätte zu Ende, fanden die Veranstalter. Die zwei ersten Preise in Form von Eisgutscheinen erhielten Josephine und Christopher, die dreimal „Bingo“ rufen konnten. Aber niemand brauchte traurig zu sein, Renate Schöner und Karin Horchheimer beglückwünschten alle kleinen Spieler und gaben ebenfalls Eisgutscheine aus ,die sicher bald in den nächsten Tagen eingelöst werden.

„Wer war denn der Mann, der uns beim Gruppenfoto so nett zugewinkt hat?“, fragte Philipp. „Na, das war doch unser Bürgermeister Gunther Hoffmann“, erklärte Renate Hettwer. „Schade“, antwortete Philipp, „von dem hätte ich gerne mal ein Autogramm gehabt.“ Mit ihr in die Amtsstube zu Bürgermeister Hoffmann zu gehen, das wollte er dann aber doch nicht.

Aber nächstes Jahr, wenn wieder Bingo bei der Awo gespielt wird, wollen er und die anderen Kinder auf jeden Fall wieder dabei sein. rhw

Das Wichtigste von heute
Newsticker Schwetzinger Zeitung
Newsticker Rhein-Neckar
Newsticker überregional