Neulußheim

Lußheimer Hundefreunde Erlös aus dem Jahrmarkt reicht für neue Flyball-Box / Tiere und ihre Besitzer haben Spaß beim Lauf um den schnellsten Vierbeiner

Nach dem Spaßparcours geht „Dusty“ planschen

Archivartikel

Alt-/Neulußheim.Frank Garcia hatte größte Mühe, die beiden Border Collies festzuhalten. Als endlich das Startkommando kam, ließ der Helfer beim Lauf um den schnellsten Hund von Lußheim einen nach dem anderen Vierbeiner los. In Sekundenschnelle hatten „Cyrano“ sowie seine Freundin „Blizzard“ ihr Frauchen Sandra Mohr erreicht.

Der achtjährige Flyball-Profi und seine 18 Monate alte Hundekollegin freuten sich unbändig über ihre flinken Laufzeiten. Auch Sandra Mohr strahlte. Denn nicht nur ihre eigenen Hunde gingen an diesem Morgen für den guten Zweck an den Start, sondern auch zahlreiche Vierbeiner von Vereinsmitgliedern und Gästen. Gemeinsam mit Ramona Bittmann und Kiara Walz hatte sie den Luhu Hundejahrmarkt vorbereitet.

Bestzeiten trotz Hitze

„Luhu“ steht dabei für „Lußheimer Hundefreunde“, zu denen die „Luhu Wild Dogs“ und „The Hobbits“ gehören – zwei Mann- und Hundeschaften, deren Leidenschaft der Flyball ist. Und genau für diesen Turnierhundesport galt es, Geld zu erwirtschaften, denn neues Equipment sollte angeschafft werden. „Wir benötigten eine neue Flyball-Box“, verriet Franziska Stau. Die wurde auf jeden Fall erwirtschaftet, denn trotz sommerlicher Temperaturen kamen viele Gäste, um die Bestzeiten ihrer Hunde zu ermitteln oder sich im Spaßparcours zu amüsieren. Bällebad, Hürden und Slalom galt es zu meistern, bevor ein wohlverdientes Planschbad lockte, wo sich die Hunde abkühlen konnten.

Das genoss auch „Dusty“, der Australian Shepherd von Michaela Tschunko, in vollen Zügen. Die Östringerin nahm sich die kleine Auszeit im Grünen mit ihrem sieben Monate alten Hund. Hans Müller, der aus Mühlhausen nach Neulußheim kam, ließ seine Schäferhund-Mischlingsdame „Bonny“ die Erfrischung genießen: „Das tut ihr gut.“

Lose und Verkaufsstände

Für die Zweibeiner gab es ebenso viel zu erleben: Lose, gutes Essen und eine kleine Verkaufsstandstraße waren zu finden. Dort berieten Händler zu Magnetbändern oder Physiotherapie. Johanna Kurtz aus St. Leon zeigte ihre selbstgenähten Halsbänder und Geschirre und beeindruckte mit bunten Farben für Leinen aus Kletterseilen.

Unterdessen hatte sich der kleine „Elias“ entschlossen, selbst über den Rasen zu flitzen. Flugs zwei Euro Renngebühr bezahlt und schon ging’s über die Strecke – mit dem beeindruckenden Ergebnis von acht Sekunden. Damit war er fast doppelt so langsam wie Zwergpinscher „Camillo“ von Martin Henn. Zwei Mal ging der an den Start und verbuchte 4,06 und 4,05 Sekunden für sich. Ob er sich danach für Flyball oder Frisbee entscheiden würde? Die Vorstellungen im Anschluss an das Rennen jedenfalls gefielen seinem Herrchen.

Das Wichtigste von heute
Newsticker Rhein-Neckar
Newsticker Schwetzinger Zeitung
Newsticker überregional