Neulußheim

Evangelischer Kirchenchor Blick auf ereignisreiches Jahr mit Pop-Oratorium „Luther“ als Höhepunkt / Neue Wege und Sänger sollen Fortbestand sichern

Nachwuchsmangel bereitet große Sorgen

Neulussheim.Das zurückliegende Jahr 2017, das für alle evangelischen Christen im Zeichen von 500 Jahren Reformation stand, war auch für den evangelischen Kirchenchor ereignisreich und arbeitsintensiv. Mit einem besonders Dankeschön an die Sängerinnen und Sänger eröffnete daher die Vorsitzende Jutta Roth die Hauptversammlung.

Die Arbeit war geprägt von der Vorbereitung für das Pop-Oratoriums „Luther“, dessen Aufführung am 12. November in der evangelischen Kirche Neulußheim ein großer Erfolg war. Viel Ausdauer und Geduld sei für die Proben und so manche Sonderprobe nötig gewesen.

Vor neuer Situation

Ein solches Engagement wünscht sich die Vorsitzende auch für das noch junge Jahr 2018, steht der Chor durch den Weggang seiner Dirigentin Walburga Schäfer doch vor einer neuen Situation. Schäfer hatte zum Jahresende 2017 den Dirigentenstab aus persönlichen Gründen niedergelegt. Die Kantorenstelle ist zur Zeit vakant, nach einer Nachfolgerin oder einem Nachfolger wird derzeit gesucht, teilt der Kirchenchor mit.

Auch Schriftführerin Katharina Thorn ging im Geschäftsbericht auf das Chorprojekt „Luther“ ein, das neben den weiteren Aktivitäten wie beispielsweise Mitgestaltung von Gottesdiensten, Unterstützung beim Nussbaum-Treff oder dem Chor-Sommerfest den breitesten Raum einnahm.

Kassier Anne Wolf-Kroniger legte in bewährter Manier die Kassenlage dar. Die übersichtlich und nachvollziehbar geführten Unterlagen machten es Sigrid Beck und Dr. Ralf Wagner leicht, die Kassenprüfung durchzuführen und eine ordnungsgemäße Kassenführung zu bestätigen. Dem Vorstand wurde daraufhin Entlastung erteilt.

Männerstimmen fehlen

Jutta Roth schloss an ihre Begrüßung an und erwähnte von den Sängerinnen namentlich Lydia Ballreich, Heidrun Hagmann, Hilde Eichelberger, Edelgard Müller und Regina Eckert, die für regelmäßige Probenbesuche eine Anerkennung erhielten. Rolf Langlotz, der während etlicher Proben alleine die Männerstimme vertreten musste, erhielt ebenfalls eine Anerkennung.

Bei der folgenden Aussprache wurde vor dem Hintergrund der aktuellen Situation intensiv diskutiert, wie es mit dem Chor weitergeht. Alle waren sich darüber einig, dass Veränderungen notwendig sind, um den Chor für neue Sängerinnen und Sänger attraktiv zu machen und so dessen Fortbestand zu sichern. Denn wie viele andere Chöre ist auch der evangelische Kirchenchor mit dem Problem konfrontiert, dass sängerischer Nachwuchs ausbleibt und insbesondere die Männerstimmen zahlenmäßig schwach besetzt sind. Der Chor wird bereit sein müssen, vertraute Wege zu verlassen ohne seine Aufgabe als Kirchenchor aus dem Auge zu verlieren.

Bei den sich an die Aussprache anschließenden Wahlen war es erfreulich, dass sich alle bisherigen Vorstandsmitglieder erneut zur Wahl stellten. Mit dem Kanon „Am Anfang war das Wort“ aus dem Pop-Oratorium „Luther“ wurde nach Angaben des Chotes der offizielle Teil des Abends beendet.

Interessenten zur Probe eingeladen

Die erste Probe nach der Winterpause findet am Mittwoch, 17. Januar, um 19.30 Uhr im Gemeindehaus statt. Die Probe wird an diesem Abend von Prof. Claus Eisenmann geleitet. Der Chor freut sich über jeden, der in eine Probe hineinschnuppern möchte, und lädt alle Interessierten hierzu ein. sofi

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