Neulußheim

Martinstag Theater-AG der Lusshardtschule spielt Mantelszene / Pfarrerin Katharina Garben steuert den Gesang bei und Janis Bauer produziert das Video

Nur die Brezeln beachten die Abstandsregel nicht

Archivartikel

Neulußheim.Die Beschränkungen zur Corona-Pandemie machten auch vor den Kleinsten in der Gemeinde nicht halt. Der große Martinsumzug musste in diesem Jahr abgesagt werden.

Über 400 Kinder hatten sich im vergangenen Jahr mit ihren Eltern und Großeltern mit bunten Laternen, begleitet vom blinkenden Kommandanten-Fahrzeug der Freiwilligen Feuerwehr, dem Musikverein und der Jugendfeuerwehr, auf den Weg zur Grillhütte gemacht. Im Schein der lodernden Flammen an der Feuerstelle der Grillhütte wurde die Geschichte um den Heiligen Martin von Tours von der Theater-AG der Lußhardtschule mit ihrer Lehrerin Bettina Strempel eindrucksvoll in Szene gesetzt.

Ein Zeichen gesetzt

Die von der Gemeinde gestifteten leckeren Martinsbrezel wurden vom Organisator des Martinsumzugs, dem SPD-Ortsverein, an die vielen Kinder verteilt. Das war 2019. Und nun? Die Enttäuschung bei den Kindern natürlich groß, weil der Martinsumzug abgesagt wurde. Die Organisatoren des SPD-Ortsvereins und Alexandra Özkalay von der Gemeinde hatten schon vor Wochen nach einer Lösung gesucht, damit diese lieb gewordene Tradition nicht ausfällt. Die Martinsgeschichte als Erzähltheater (Kamishibai) oder als Spiel der Theater-AG vom Videoteam der evangelischen Kirchengemeinde filmen zu lassen, waren die Ideen.

Solidarität zeigte die Kirchengemeinde. Dank Janis Bauer vom Video-Team der Kirchengemeinde wurde das Martinsspiel der Theater-AG der Lußhardtschule mit Aylin, Ben, Deborah, Edgar, Johanna, Julian, Julien, Lara, Lina, Marlene, Mona, Nicolas, Nieke, Noemi, Perihan, Simon, Sophie und Vanessa im Gemeindehaus gefilmt. Pfarrerin Katharina Garben sang währenddessen in der Kirche mit ihrer schönen, klangvollen Stimme, begleitet von Gerhard Müller am Keyboard, die Martinslieder, die Janis Bauer später in den Film einspielte. Auf einen Stick gezogen wurden der kleine Film sowie etwas zum Ausmalen und Basteln, in die jeweiligen Einrichtungen gebracht. So konnte, auch wenn kein Martinsumzug stattfand, eine eigene kleine Veranstaltung geplant und durchgeführt werden. Und die heiß geliebten Martinsbrezeln durften auch in diesem Jahr nicht fehlen.

Per Stick in die Kindergärten

Bürgermeister Gunther Hoffmann dankte dem Engagement der Sozialdemokraten, die seit Jahren mit erfolgreichem Konzept das Gelingen dieser Veranstaltung garantieren. Eine hervorragende und gelungene Idee trotz der Einschränkungen im Jahr der Corona-Pandemie. Der Gemeinde sei es dazu immer eine Freude, die vielen leckeren Martinsbrezel für die große Kinderschar zu stiften.

Und so wurden die von der Bäckerei Bauer frisch gebackenen Martinsbrezel von den Vorstandsmitgliedern des SPD Ortsvereins Dagmar Engelhardt, Renate Hettwer und Hanspeter Rausch, immer unter Einhaltung der Abstandsregeln, direkt zu den jeweiligen Leitern der Einrichtungen gebracht, wo die Kinder sich schon auf ihr eigenes kleines Martinsfest mit „Rabimmel, Rabammel, Rabumm“ freuten.

Nicht nur die Gemeinde als Veranstalter und der SPD-Ortsverein als Organisator, sondern auch die vielen Kinder hoffen, dass es im nächsten Jahr wieder heißen wird „Kommt, wir woll‘n alle gemeinsam Laterne laufen“ – mit allem drum und dran – aber ohne Corona-Einschränkungen und mit einem richtigen Martinszug.

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