Neulußheim

Arbeiterwohlfahrt Stiftung wird unterstützt

Pakete für Kinder in Not

Neulußheim.Seit Wochen hat die Kleiderstube der Arbeiterwohlfahrt (Awo) geschlossen. Kleidung kann wegen der Corona-Pandemie nicht angenommen oder abgegeben werden – auch aus Achtsamkeitsgründen gegenüber den Helfern. Dennoch fiel die Schließung den beiden Vorsitzenden Renate Schöner und Uschi Weber äußerst schwer.

Untätig blieben die engagierten Helfer aber nicht. Das von Bundesfamilienministerin Franziska Giffey und Möbel Höffner unterstützte Programm „Weihnachtspäckchen für Kinder in Not“ fand beim gesamten Helferteam Anklang und mittels der Whatsapp-Gruppe wurde dazu aufgerufen, Weihnachtspakete zu packen. Da in der Kleiderstube neue warme Kinderkleidung, Schul- und Bastelsachen, Spielsachen oder Kuscheltiere vorhanden war, konnten diese in die Pakete mit eigenen Dingen wie Süßigkeiten und Hygieneartikel ergänzt werden.

Seit mehr als 30 Jahren engagiert sich die Stiftung Kinderzukunft für Kinder in Notlagen. In diesem Jahr der Pandemie wichtiger als je zuvor. In Lkw werden die bundesweit und von den Möbelhäusern gesammelten Päckchen und Pakete nach Bosnien und Herzegowina, Rumänien oder in die Ukraine gebracht und dort an Mädchen und Jungen in Waisenhäusern, Kliniken, Schulen und Kindergärten, aber auch in Elendsvierteln der Städte und Dörfer verteilt. Mitmachen bei dieser Aktion, die bis Ende November geht, kann jeder.

Und so wurden vom Helferteam der Awo fleißig zu Hause Weihnachtspakete gepackt. Aufkleber, ob für Mädchen oder Jungen im Alter von bis zu sechs Jahren oder bis zwölf oder 18 Jahren wurden bei Möbel Höffner geholt und auf das fertige Paket geklebt. Wer wollte, konnte einen kleinen Gruß oder ein Foto von sich ins Paket legen. Fast 20 Pakete kamen zusammen und wurden von der zweiten Vorsitzenden Uschi Weber mit ihrem Mann zu Möbel Höffner gefahren, wo die Freude über dieses uneigennützige Engagement groß war.

Da die Aktion einen hohen logistischen Aufwand erfordert. Benzin-, Maut und Transportkosten entstehen, wird um eine freiwillige Kostenbeteiligung von etwa 3 Euro pro Päckchen gebeten. „Uns geht es trotz Pandemie immer noch gut und wenn man ein Lächeln in die Kinderaugen in diesen Ländern zaubern kann, dann ist jedes Paket dazu ein kleiner Beitrag“, so ein Vorstandsmitglied, dem es ein Bedürfnis war, die Portokosten der Awo-Pakete zu übernehmen. rhw

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