Neulußheim

„Wir für Neulußheim“ Anregung zur Vergabe von Anwohnerparkplätzen / Ortsmitte blüht mit Farbe und Leben auf / Bienenfreundliche Pflanzen verschenkt

Parken sorgt für großen Ärger unter den Bürgern

Neulußheim.Nicht nur reden, sondern Vorhaben konkret anpacken: unter diesem Motto stand das vergangene Wochenende bei „Wir für Neulußheim“. Los ging es im Alten Bahnhof mit der Vorstellung der Kandidaten für die Gemeinderatswahl. Gemeinderätin Ingeborg Bamberg freute sich über die vielen Gäste, die Interesse am Verein und an der Kommunalpolitik zum Ausdruck brachten, heißt es in der Mitteilung.

Interessiert an den Geschehnissen vor Ort sind auch Albert Müller, Claudia Piorr, Ersin Yildiz, Alexander Pöltl, Ann-Margrit Hellmich, Werner Morio, Sonja Baron und Nicolas Bamberg. Deshalb kandidieren sie neben Ingeborg Bamberg bei „Wir für Neulußheim“ für den Gemeinderat. So unterschiedlich die Kandidaten, so unterschiedlich sind auch ihre Gründe, warum sie sich einbringen: Sei es die effiziente Verbindung zwischen Politik und Projektarbeit, das Ziel, ein Netzwerk zwischen Alt-Eingesessenen und Neubürgern zu knüpfen oder ganz konkrete Verbesserungsmöglichkeiten bei der Straßenplanung und bei Bauprojekten.

Nach der Vorstellungsrunde wurde die Gelegenheit zur Diskussion rege genutzt. Als Gesprächsbasis dienten Themenvorschläge der Gäste. Bemerkenswert war, dass den Bürgern in erster Linie Alltagsprobleme wichtig seien. Die großen Gemeinderatsthemen, was wann wie gebaut werden soll, spielten eigentlich keine Rolle, heißt es weiter.

Gespräch mit Nachbarn suchen

Größtes Ärgernis bei der Bevölkerung ist das Thema „Parken“. „Einen Königsweg, der allen Recht gibt, gibt es hier nicht“, stellte Bamberg fest. „Unter Nachbarn hilft oft einfach mal ein Gespräch, um sich untereinander abzustimmen“, schlug Claudia Piorr vor, die von einem erfolgreichen Beispiel in der Blumenstraße berichtete. „Von der Gemeinde könnte auch regulativ über die Vergabe von Anwohnerparkplätzen eingegriffen werden“, wurde ein weiterer Vorschlag gemacht. „Der könnte verhindern, dass viele Stellplätze in der Ortsmitte von Lieferwagen belegt werden, während der Parkraum auf dem Messplatz nicht genutzt wird.“ Bamberg versprach, sich dieses Themas anzunehmen. Die Diskussion schloss sie mit dem Fazit: „Bei konkreten Problemen, müssen wir miteinander sprechen; Verwaltung, Gemeinderat und betroffene Bürger. Nur so können tragbare Kompromisse gefunden werden.“

Weiter ging es mit „Neulußheim blüht auf“. Viele Blühpflanzen und die Mitglieder von „Wir für Neulußheim“ füllten den Platz in der neuen Ortsmitte mit Farbe und Leben. Die Idee, bienenfreundliche Blühpflanzen zu verschenken, kam bei der Bevölkerung gut an.

Ein „Pflanztrupp“ machte sich zusätzlich auf in die Hockenheimer Straße, um der Baumscheibe vor dem Haus Nr. 7 der Familie Lucic mit einer ansprechenden Bepflanzung zu einem freundlichen Aussehen zu verhelfen. Familie Lucic wird künftig als Baumscheibenpate fungieren, um der Aktion „Neulußheim blüht auf“ zum Erfolg zu verhelfen. „Wir haben noch ein paar Pflänzchen übrig und sind auch gerne bereit, noch weitere Baumscheiben zu bepflanzen“, bekrätigen Ingeborg Bamberg und Claudia Piorr. So wolle man „Neulußheim blüht auf“ zu einem langfristigen Projekt machen, heißt es abschließend. ib

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