Neulußheim

Gemeinderat tagt Neben der Hardthalle soll ein Neubau errichtet werden / Sanitär- und Technikräume werden im Bestand genutzt / Bühne für Kulturveranstaltungen

Planung für die neue Sporthalle wird vorgestellt

Archivartikel

Neulußheim.Es sind, abgesehen von den üblichen Regularien, nur fünf Tagesordnungspunkte, über die der Gemeinderat auf seiner Sitzung am Donnerstag zu entscheiden hat – doch sie sind von nicht geringer Bedeutung. Immerhin geht es um die Zukunft des Jugendtreffs, um Sanierungsarbeiten in der Lußhardtschule und nicht zuletzt um den Neubau der Hardthalle.

Mit einer Machbarkeitsstudie wurden verschiedene Varianten für den Bau einer neuen Kultur- und Sporthalle untersucht. Über diese Studie und die von den Architekten gemachten Empfehlungen hat nun der Rat zu entscheiden. Empfohlen wird der ebenerdige Bau einer reinen Sporthalle mit den Ausmaßen 24 mal 46 Meter mit der Stirnseite zur Kornstraße und mit einem Winkel von 15 Grad zur Hardthalle.

Synergieeffekte nutzen

Die alte und die neue Halle sollen durch einen eingeschossigen Zwischenbau verbunden werden, über den der Zugang zur neuen Halle erfolgt. In diesem findet sich die Sportfläche, alle anderen Funktionen, Umkleide-, Wasch- und Technikräume finden sich in der generalsanierten Hardthalle, was die Kosten der technischen Anlagen deutlich reduziert.

Die neue Halle soll an der Ostseite, Richtung Pausenhof, einen eingeschossigen Bühnenanbau erhalten, der eine maximale Spielfläche von 70 Quadratmetern zur Verfügung stellt. Zur Lußhardtschule hin, an der nördlichen Längsseite, soll ein eingeschossiger, rund zwei Meter tiefer Anbau entstehen, der als Aufenthaltsfläche für Sportler und Betreuer zur Verfügung steht.

Notwendige Betriebs- und Geräteräume sollen an der südlichen Längsseite, zur Hardthalle hin, errichtet werden. Dies hat den Vorteil, dass die Fläche zwischen alter und neuer Halle sowie Erschließungstrakt für Veranstaltungen genutzt werden kann, die Geräteräume dann für die Verpflegung mit Speis und Trank genutzt werden können.

Trotz aller Synergieeffekte – die neue Halle hat ihren Preis. Auf rund 2,6 Millionen Euro werden die Kosten geschätzt, maximal 900 000 Euro könnte die Gemeinde an Zuschüssen vereinnahmen, so dass netto rund 1,7 Millionen Euro von der kommunalen Kasse zu stemmen sind.

Über die Studie samt ihren Vari-anten und dem damit verbundenen Kostenrahmen wird der Rat ebenso entscheiden wie über die Beauftragung der Architekten mit der Erstellung der Bauantragsunterlagen und der Vorbereitung der Ausschreibungsunterlagen für die einzelnen Gewerke.

Neue Küchengeräte für Hardthalle

Um das Thema Hardthalle geht es auch im nächsten Tagesordnungspunkt, der Ausstattung des neu geplanten des Cateringbereichs in der sanierten Halle mit Küchengeräten. Wie die Verwaltung feststellt, ist die Verwendung von Altgeräten einerseits nicht möglich, andererseits wegen der zu beachtenden Hygienevorschriften auch nicht zu empfehlen. Weshalb die Verwaltung dem Rat vorschlägt, einem entsprechenden Angebot der Firma Kuppelmaier aus Oftersheim zuzustimmen. Deren Auflistung von benötigten technischen Großgeräten für Küchen addiert sich auf knapp über 41 000 Euro.

Kaum sind die Sommerferien an- und die Schüler in die Ferien aufgebrochen, halten Handwerker in den Schulen Einzug, um die unterrichtsfreie Zeit für notwendige Arbeiten zu nutzen. Davon macht die Lußhardtschule keine Ausnahme, allerdings soll der Rat am Donnerstag Arbeiten auf den Weg bringen, die in den großen Ferien im kommenden Jahr ausgeführt werden sollen.

Hierbei geht es um die komplette Sanierung der WC-Anlagen in der Schule. Um diese in die Wege zu leiten, soll die Verwaltung ermächtigt werden, ein Planungsbüro mit den erforderlichen Arbeiten, von der Kostenberechnung bis zur Erstellung der Ausschreibungsunterlagen, zu beauftragen.

Zukunft des Jugendtreffs

Entscheiden soll der Rat ferner über die Frage, wie es mit dem Jugendtreff weitergeht, nachdem die langjährige Leiterin Mäggie Scheckeler sich im Frühsommer von der Gemeinde verabschiedet hat.

Unstrittig dürften bei dem Punkt zwei Dinge sein – der Jugendtreff soll weitergeführt werden und auch zukünftig für die Hausaufgabenbetreuung zuständig sein. Strittig hingegen die Frage, wer den Jugendtreff leiten soll. Im Raum stehen drei Alternativen. Zum einen die normale Ausschreibung der Stelle, zum anderen die Ausschreibung verknüpft mit einer zeitlichen Befristung oder letztlich die Beauftragung des Vereins Postillion. Dieser hätte dann den Jugendtreff mit einer von ihm zu besetzenden Vollzeitstelle zu leiten. Für die letzte Möglichkeit spricht laut Verwaltung der über den Verein gewährleistete flexiblere Einsatz des Personals.

An der Ecke Tulla- und Altlußheimer Straße soll ein Mehrfamilienhaus errichtet werden, das Raum für 12 Wohnungen bietet. Aus Sicherheitsgründen möchte die Verwaltung, dass der Neubau von der sensiblen Kreuzung zurückweicht, weshalb der Rat einigen Befreiungen zustimmen soll. Der zur Kreuzung hin gewonnene Raum, er dient der Sicherheit von Fußgängern und Radfahrern, wird mit einer Errichtung der Stellplätze außerhalb des Baufensters erkauft.

Bekanntgaben der Verwaltung und Anfragen aus den Reihen des Gemeinderats beenden anschließend den öffentlichen Teil der Sitzung, zu dem die Bevölkerung eingeladen ist.

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