Neulußheim

SPD Vor-Ort-Termin am Bahnhof trägt zur Aufklärung der Bevölkerung bei / Anordnung der Fahrkartenautomaten, fehlende Sitzmöglichkeiten und Sauberkeit thematisiert

Still ruht die Baustelle – Bürger verärgert

Neulussheim.„Still ruht die Bahn“, meinte eine Zugfahrerin beim Vor-Ort-Termin des SPD-Ortsvereins und der -Fraktion und eilte die Treppen des Bahnhofs Neulußheim herunter. „Wann geht es weiter und wie werden wir Bahnfahrer über den erneuten Schienenersatzverkehr informiert?“, wollte sie wissen.

Im Gespräch konnten Fraktionsvorsitzender Hanspeter Rausch und die Vorsitzende des Ortsvereins, Miriam Walkowiak, ein paar Informationen geben und einige Missverständnisse ausräumen. Nicht die Gemeinde Neulußheim baut, sondern die Hoheit liegt bei der DB und die Kommune habe außer der finanziellen Beteiligung von etwa 25 Prozent an den Baukosten keinen Einfluss auf den Baufortschritt. Und auch der Unterhalt des Bahnhofs liege in den Händen der DB.

Gute Planung sieht doch anders aus. Die Ausschreibungen für die Überdachung und die Fahrstühle sind sicher nicht rechtzeitig erfolgt, die Umsetzung seit dem Beginn des Umbaus im vergangenen Jahr schleppend, so einige Stimmen bei der Vor-Ort-Begegnung.

Bei all dieser ärgerlichen Verzögerung, so die SPDler, sei man in Neulußheim doch überaus froh, diesen Bahnhof zu haben, der auch vielfacher Grund von Neubürgern war, sich hier anzusiedeln. Leider hat sich seit Jahrzehnten kaum etwas an den Verbindungen geändert. So wünschen sich viele Bahnfahrer kürzere Taktungen und Möglichkeiten, spät abends noch Neulußheim erreichen zu können, teilt die SPD mit.

Warten auf die Fahrstühle

Sind die Liefer- und Koordinationsschwierigkeiten für die Überdachung behoben, soll nach Aussage der Bahn entweder ab Pfingsten – die SPD glaubt aber eher in den Sommerferien – die Baumaßnahme weitergehen und für kurze Zeit ein Schienenersatzverkehr eingerichtet werden. Die Sicherheitsmaßnahmen an der viel befahrenen ICE-Strecke haben da absoluten Vorrang.

Wie man in Hockenheim gesehen habe, hat auch die Inbetriebnahme der Fahrstühle dort eine geraume Zeit gedauert. Dennoch ist man guten Mutes, nach 30 Jahren ohne Fahrstühle, diese nun langsam zu Ende gehende Wartezeit auch noch abwarten zu können.

Aber nicht nur der Baufortschritt war Thema der Begegnung, sondern auch die immer wieder aufgetretene Bitte um Drehung des Fahrkartenautomaten, da man bei Sonnenschein ab der Mittagszeit auf dem Display nichts erkennen könne. Fehlende Sitzmöglichkeiten und unzureichende Abstellmöglichkeiten für Fahrräder kamen ebenfalls zur Sprache.

Auch die Sauberkeit rund um den Bahnhof bis zur Bahnhofstraße wurde beim Vor-Ort-Termin bemängelt, wobei die Gemeinderätinnen Heidi Roß und Renate Hettwer betonten, dass die Gemeinde mit dem Parkplatz des benachbarten Einkaufsmarktes und dessen Sauberkeit nichts zu tun habe.

Bevor man wieder aufbrach, konnte Hanspeter Rausch noch etwas Positives verkünden. Nach Beendigung der Baumaßnahmen wird der Bahnhofsvorplatz – „die Bahn macht’s“ – wieder auf Vordermann gebracht. rhw

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