Neulußheim

Kulturtreff Alter Bahnhof Mannheimer Damensextett „Mafalda“ punktet mehr musikalisch

Temperament statt Ordnung

Neulußheim.Sechs Frauen aus aller Herren – oder eher Herrinnen – Länder, viel Temperament und wenig Ordnung, Musik aus jeder Schublade und Themen, die alltäglicher nicht sein könnten: Das ist das Mannheimer Damensextett „Mafalda“, das im „Alten Bahnhof“ zu einem Abend zwischen Musik und Geschichtchen eingeladen hatte.

Dass sie Klempner, Meditationskurse, Tanzmuffel und verlorene Handys programmatisch unter „Da muss der Handwerker ran“ nicht wirklich in einen Guss zusammenbringen konnten, hinterließ teils ratlose Zuschauer, die sich dann eher am Nummernprogramm freuen mussten.

Durchaus hörenswert

Musikalisch sind die sechs dagegen wandlungsfähig und durchaus hörenswert, wenngleich auch in dem Bereich etwas mehr Konsistenz keinen Abbruch täte. Der schnelle Wechsel zwischen nur scheinbar unvereinbaren Stilen, der Abbruch kurz vorm Ziel trifft auf großes musikalisches Potenzial, das Renate Kohl (Saxofon), Claudia und Claudia Sohns (Violine und Bratsche), Anna Korbut (Piano), Margit Wunder (Kontrabass) und Cris Gavazzoni (Schlagzeug) auf unkonventionelle, aber nicht reizlose Weise verbinden.

Mehr Musik, weniger Kabarett – aber fraglos viel Temperament und Leidenschaft. mhw

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