Neulußheim

Termin war Luftschloss

Archivartikel

In der Liga des Berliner Flughafens spielt der Neulußheimer Bahnhof noch lange nicht mit, doch die mittlerweile im Raum stehende Verzögerung des Endes der Bauarbeiten um „nur“ 15 Monate ist für die Betroffenen mehr als ärgerlich. Immer noch ist der Bahnhof nicht barrierefrei zugänglich, was beispielsweise für Mütter mit Kinderwagen ein fast unüberwindbares Hindernis darstellt.

Immerhin, dank des Schreibens der beiden Bundestagsabgeordneten, hat die Bahn beziehungsweise die zuständige Stelle nunmehr Gründe für die Verzögerung und einen voraussichtlichen Termin der Fertigstellung genannt. Was umso ärgerlicher ist, als „normale“ Anfragen nach einem Ende der Arbeiten, darunter auch von unserer Zeitung, entweder gar nicht oder nebulös beantwortet wurden.

Getoppt wird diese Art der Öffentlichkeitsarbeit noch durch die Aussage, dass schon bei der Erstellung der Ausführungsplanung den Verantwortlichen klar gewesen sei, dass die im Raum stehenden Termine Luftschlösser sind. Denn schon damals war klar, dass die für die Aufzugsmontage erforderliche und eingeplante Sperrung des Schienenverkehrs für die Arbeiten am Treppenaufgang benötigt wird. Dass eine weitere Unterbrechung des Zugverkehrs nicht über Nacht in die Wege geleitet werden kann, ist offensichtlich. Doch dieses Offensichtliche hätte man kommunizieren, sprich den Menschen reinen Wein einschenken können. Denn Klarheit ist allemal besser, als den Fragesteller auf einen sich ständig vertagenden Termin zu vertrösten.

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