Neulußheim

Gemeinderat Bei den Anfragen wird das Abstellen von Wohnmobilen und -wagen auf dem Messplatz kritisiert

Unschöne „Hütchen“ kritisiert

Neulußheim.Das Thema Messplatz in Verbindung mit dem Abstellen von Wohnmobilen, Wohnwagen und Anhängern ist in der Gemeinde ein Dauerläufer. Immer wieder wird es im Rat zur Sprache gebracht – bisher ohne nachhaltigen Erfolg. Hanspeter Rausch (SPD) griff es nun am Ende der Ratssitzung mit einem Antrag seiner Fraktion erneut auf.

Das Abstellen der genannten Fahrzeugtypen solle limitiert und nur noch gegen Gebühr möglich sein, fordern die Sozialdemokraten. In seiner Begründung kritisiert Rausch die Zustände auf dem Messplatz, fordert er eine Konzentration der Wohnmobile, -wagen und Anhänger auf einen Teilbereich sowie eine nach Stellflächengröße gestaffelte Gebühr. Dieses Angebot, so Rausch, solle nur für Fahrzeughalter gelten, deren Erstwohnsitz in der Gemeinde ist.

Problem der Verlagerung

Im Prinzip konnte Bürgermeister Gunther Hoffmann mit dem Antrag konform gehen, doch sah er das Problem der Verlagerung der auf dem Messplatz abgestellten Fahrzeuge in die Nachbarschaft. Auch ihm schwebt ein Teilbereich als Lösung vor, abgegrenzt durch Höhenbarrieren. Ist der Platz voll, gebe es keine Abstellmöglichkeit mehr. Durch diese Ungewissheit hofft Hoffman, Dauerparker aus der Region abzuschrecken.

Alexander Mansel (Grüne) wollte wissen, warum in der Gemeinde Mülleimer nur sporadisch aufgestellt seien, beispielsweise an den Bushaltestellen. Dieser Anfrage schloss sich Ingeborg Bamberg (WfN) an, die dazu auffordert, Mülleimer dort aufzustellen, wo sie sinnvoll seien.

Mit der Reduktion der Standorte, erwiderte Hofmann, habe man verhindern wollen, dass zuviel Hausmüll in den öffentlichen Behältnissen entsorgt werde.

Thomas Birkenmaier (CDU) monierte eine an der Ecke Zeppelin- und Schickardstraße aufgestellte „Schrankwand“, die wohl der Stromverteilung diene, und die jegliche Sicht auf den Verkehr raube. Die Schaltanlage gehöre der Telekom, merkte der Bürgermeister an und diese müsse bei der Gemeinde nicht nachfragen, wolle sie eine solche Anlage errichten. Die gleiche Antwort erhielt Sven Nitsche (FWV), der wissen wollte, wie lange noch eine Kabelrolle vor dem Hochhaus für Behinderungen sorgen werde. Die Rolle gehöre der Telekom, zuckte Hoffmann mit den Schultern.

Provisorium bis Halle steht

Heinz Kuppinger (FWV) kritisierte die zur Regulierung des Verkehrs im Bereich Korn- und Berliner Straße auf der Fahrbahn errichteten Hütchen. Diese würden furchtbar aussehen. Für Hoffmann nicht das entscheidende Kriterium, sondern dass sie die Sicherheit der kreuzenden Schulkinder erhöhten.

Wenn die neue Sport- und Kulturhalle fertig sei, werde die Kornstraße überplant und dann kämen die Hütchen wieder weg, die bis dahin als Provisorium dienen müssten: „Malen allein bringt nichts“, sah der Bürgermeister für Markierungen allein keine Chance.

Ein letzter Aspekt der gemeinderätlichen Umschau galt dem Kiosk am Bahnhof. Hanspeter Rausch sprach von einer dubiosen Einrichtung – „ein Schandfleck“. Den ursprünglichen Sinn, morgendlichen Pendlern den Kauf von Zeitungen oder Zeitschriften zu ermöglichen, sah Kuppinger, der ihm zustimmte, schon deswegen als verfehlt an, da der Kiosk kaum vor 10 Uhr öffne.

Für Hoffmann ein zweischneidiges Schwert – die Gemeinde bekomme pünktlich ihre Pacht und seitdem der Kiosk wieder bewirtschaftet werde, „herrscht Ruhe im Bahnhof“. Zerstörungen würden hier der Vergangenheit angehören. Vor gut einem Dutzend Jahren seien nach Zerstörungen die Fenster komplett erneuert worden, Kostenpunkt 130 000 Euro, warnte Hoffmann davor, dass die Gemeinde bei neuem Vandalismus finanziell mit im Boot sei.

Zwar werde der Bereich mit Kameras überwacht, merkte Hoffmann an, der dennoch mehr von der vom offenen Kiosk ausgehenden Abschreckung hält. „Wenn das der Preis ist“, riet er dazu, sich in Sachen Kiosk bedeckt zu halten, das Positive zu sehen.

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