Oftersheim

Unterricht Schüler richten Nistkästen ein / Hand in Hand geht alles besser / Aufenthalt im Freien gut gegen Corona

40 Kinder der Natur-AG üben Stillsein

Oftersheim.Die Zweitklässler, die an der Natur-AG teilnehmen, hatten ein Trainingslager im Park. Da sie zwar total lieb sind, aber – aufgrund der Gruppengröße – noch einige Defizite in Sachen Disziplin haben, wurde in dieser Hinsicht etwas geübt, heißt es in der Pressemitteilung der beiden Leiter Peter Rösch und Holger Hitzelberger.

Schnell kommen, wenn jemand was zeigen will; zügig in Zweierreihen aufstellen; eine Minute still sein können (der schöne Moment, wenn über 40 Kinder zusammen im Kreis sitzen und kein Laut ist zu hören – das muss man mal erlebt haben); regungslos dasitzen für die Beobachtung von Tieren (erstmals in der Geschichte der Natur-AG saß eine Gruppe so regungslos, dass die Wildkamera kein Bild ausgelöst hat).

Haut einer Vogelspinne

Jona hatte die Haut einer frisch gehäuteten Vogelspinne mitgebracht. Die wurde in allen Gruppen vorgestellt und löste Reaktionen von Liebe auf den ersten Blick bis Entsetzen aus. Die ersten Nistkästen (wir berichteten) hängen inzwischen. Rund um die Friedrich-Ebert-Schule wurden sie gut sichtbar für Schulkinder und Passanten in die Bäume gehängt.

Feuerwehrmann Fabian machte noch die Endkontrolle ganz oben auf der Leiter. Die restlichen Vogel-, Falken- und Fledermauskästen wurden nach und nach aufgehängt. Eine kleine, aber feine Aktion – fein deshalb, weil so viele dazu beigetragen haben: Das Land Baden-Württemberg hat die Kästen geschenkt, Ulrike Krause im Umweltamt hat das Angebot entdeckt und weitergesagt, mit Bauhofleiter Jochen Barisch gab‘s Gespräche übers Aufhängen und über Bäume allgemein, Rektorin Alexandra Brake beteiligte sich an der Platzauswahl; Helmut Heil, unser Hausmeister, holte eine Leiter aus dem Keller und die Teilnehmer der Natur-AG haben die Kästen aufgehängt. Jetzt fehlen nur noch die gefiederten Mieter. Deshalb der Appell von Peter Rösch und Holger Hitzelberger: Bitte alle die Augen offen halten. Wer Zeuge einer Hausbesichtigung wird, kann dies gerne berichten. Bei der Gelegenheit wurden übrigens gleich noch die jahrzehntealten Nistkästen an der evangelischen Kirche gereinigt. Vier Nester waren übereinander gestapelt und im mittleren fanden die Kinder zwei alte Eier.

Trotz Kälte geht’s nach draußen

Das Schuljahr ist übrigens schon wieder neun Wochen alt und die Natur-AG hat es geschafft, alle Stunden draußen zu verbringen. „Gut gegen Corona! Langsam wird‘s zwar kälter, aber wir gehen auch weiterhin so oft wie möglich raus“, meinen die beiden Leiter. zg

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