Oftersheim

Tag der Solidarität Große Freude über das Spendenergebnis bei allen Beteiligten / Trotz der Restriktionen erreicht die Summe das Vorjahresniveau

45 000 Euro für Projekte in Afrika und Rumänien

Archivartikel

Oftersheim.Bei ihrer Sitzung zu Erntedank haben die Verantwortlichen des 37. Hungermarsches, der Corona-bedingt als „Tag der Solidarität“ stattgefunden hatte, ein Fazit gezogen. Rolf Vogt gab mit einem die Widerstandskraft stärkenden Gebet aus Zeiten der Pandemie einem Eingangsimpuls: „Wenn wir uns aus Furcht nicht mehr umarmen können, lasst uns auf die Liebe setzen und weitergeben, dass Gott uns umarmt.“

Der Oftersheimer Verantwortliche blickte auf den 28. Juni zurück, „den wunderbar gelungenen Tag der Solidarität“. Besonders hob er die Dialogpredigt der beiden Pfarrer Tobias Habicht (evangelische Kirchengemeinde) und Uwe Lüttinger (katholische Seelsorgeeinheit) hervor, die unter dem Motto „Solidarisch sein“ stand.

Berichte über die aktuelle Lage

Wie sehr die Menschen in Afrika die „Umarmung Gottes“ brauchen, begriffen die Anwesenden bei den Berichten über die aktuelle Lage in den Ländern der betreuten Projekte, heißt es in der Mitteilung. Wo schon vorher Not war, herrsche jetzt krasses Elend. In dem unter einer Dürre leidenden Mvimva in Tansania (Heidi Günther aus Plankstadt erzählte) und in Nairobi (Kurt Gredel aus Ketsch) könne durch die Epidemie nicht mehr unterrichtet werden. Den Familien sei die Arbeit weggebrochen, sie könnten kein Schulgeld mehr bezahlen, die Lehrer seien aber weiterhin auf ihr Einkommen angewiesen. Erste Hilfe hätten Handwerkerschulen gebracht, die jedoch ausgestattet werden müssten. Ähnliche Sorgen gebe es auch in Dourtenga in Burkina Faso mit seiner Landwirtschaftsschule (Bericht von Helmut Mehrer aus Brühl). „Johannesburg hat es ebenfalls schlimm erwischt“, schilderte Paul Scherer aus Oftersheim, „es gibt keine Hilfe mehr aus der Nachbarschaft des St. Francis Care Centre.“ Gewiss nicht geringer sind die Probleme in Rumänien und, wie Stefanie Ansorge aus Schwetzingen vermutete, beim Kira-Projekt in Benin, von wo noch keine Informationen vorlagen.

Unerwarteter Lohn

Und danach gab es einen unerwarteten Lohn für die Sammler. Die Mienen der Anwesenden hellten sich auf, als Waltraud Scherer die Spendensumme verkündete: Trotz der Corona-Restriktionen wurde wieder die Höhe des Vorjahres erreicht: Über 45 000 Euro kamen zusammen. Beim folgenden Gebet erlebten die Anwesenden, wie eng sie den Auftrag verwirklich hatten: „Christus, mache, dass ich teile.“ zg

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