Oftersheim

Erlebnisaustausch Damen des Arbeitskreises „Volkskunde und Brauchtum“ bekommen Führung durch ein lebendiges Museum

Alte Poststelle weckt Erinnerungen

Archivartikel

Oftersheim/Plankstadt.Einigen Frauen des Arbeitskreises „Volkskunde und Brauchtum“ war das Heimatmuseum in Plankstadt schon bekannt, doch für viele war es eine große Überraschung, heißt es in einer Pressemitteilung.

Der Ehrenvorsitzende Wolfgang Wenk und seine Ehefrau Annette empfingen die Gruppe in der geräumigen Scheune. Das Anwesen in der Schwetzinger Straße 17, das heute das schmucke Museum beherbergt, stand lange Zeit leer, nachdem 1982 der Eigentümer verstorben war. Das Gebäude war baufällig, doch die Grüne Liste hatte sich für einen Erhalt ausgesprochen. So kam die Idee auf, einen Verein zu gründen.

Ein steiniger Weg

Es sei ein steiniger Weg gewesen, erfuhren die Besucher aus Oftersheim. Wolfgang Wenk, der auch zum Vorsitzenden des Heimat- und Kulturkreises gewählt wurde, erarbeitete mit dem Heimatforscher Eugen Pfaff in vielen Gesprächen ein Konzept. Der Verein wurde am 28. November 1989 mit 64 Gründungsmitgliedern ins Leben gerufen. Doch sei die Arbeit erst losgegangen, berichtete der Ehrenvorsitzende. Es sollte durch viel Eigenleistung ein Heimatmuseum entstehen. Der damalige Bürgermeister Wolfgang Huckele wurde von Wolfgang Wenk über die geplanten Ideen bei einer Begehung des Anwesens informiert und sagte dann kurz und bündig „Des mache ma!“

So wurden durch die Mitglieder viele Arbeitsstunden geleistet, und der erste Bauabschnitt konnte am 26. Juli 1997 feierlich eingeweiht werden. Der heutige Ehrenvorsitzende Wolfgang Zipf vom Heimat- und Kulturkreis Oftersheim habe den Plankstädtern damals mit Rat und Tat zur Seite gestanden, betonte Wolfgang Wenk. Später folgten Bauabschnitt zwei und drei mit einem Erweiterungsbau und einem Saal im Obergeschoss, der auch für Trauungen genutzt wird.

Der anschließende Rundgang durch das Museum weckte manche Erinnerung und wurde durch viele Kommentare der Frauen ergänzt, wie zum Beispiel: „Ach wie toll, das kenne ich auch noch, einfach schön!“ Wolfgang Wenk hatte viel zu erzählen in der guten Stube, der Küche, der alten Poststelle oder dem Klassenzimmer.

Carmen Zund stellte die Verbindung zur Museumsführung her. Mit der Bewirtung durch Kaffee und Kuchen endete das Treffen. zg

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