Oftersheim

Freizeit-Farmer 34 Pächter nehmen ihre Parzellen in Empfang / Hobby-Gärtner auf Zeit aus allen Generationen

Auch Kinder helfen gerne mit

Archivartikel

Oftersheim.Auf dem Hof von Familie Gieser brummt an diesem Nachmittag nicht nur die Spargelernte. Als Christian Gieser kurz Zeit findet, um das Gelände neben der Scheune in Augenschein zu nehmen, staunt er nicht schlecht. Fröhlich sitzen dort einige Menschen. Alle Generationen machen es sich auf Bierzelt-Garnituren bequem, genießen Kuchen und philosophieren über das Landleben. Keine Frage – schließlich heben sie sich gerade als Freizeit-Farmer aus der Taufe.

34-mal sagen sie „Ja“, künftig die eigene Scholle auf Zeit zu bewirtschaften. 34 Parzellen, die Richard Bleil, der die „Freizeit-Farmer“ begründete (wir berichteten), für sie auf dem Grund und Boden von Landwirt Gieser einrichtet. Einige Pflanzen hat er bereits im Gepäck, als er die Menschen begrüßt, denn natürlich hatte er den Frühling bereits für die Anzucht genutzt.

Salat wanderte so bereits in den Boden. „Von vielen anderen Gemüsesorten kann man schon einen Hauch erkennen“, freut er sich mit den Freizeit-Farmern: Mangold, Rote Bete, Radieschen und Möhren bereiten sich im Boden derzeit auf ihre große Karriere als Lecker-Gemüse vor.

Für diese Saison ausgebucht

Dass Bleil gleich 34 Gärten auf Zeit einrichten kann, freut ihn. „Für diesen Sommer sind wir damit tatsächlich ausgebucht“, so Bleil. Die Premiere ist damit gelungen. Die bunte Mischung an Familien, jungen Paaren und Einzelpächtern gefällt ihm besonders, betont er. Manche Familien legen sogar ihre Flächen zusammen, so dass große Gärten entstehen werden. Mit Füßen und Harken steckten sie ihre Grenzen ab und kennzeichnen Pfade zwischen den Beeten. „Das hat ein bisschen gedauert bei 34 Gärten, aber so kann sich jeder an die Scholle annähern“, erzählt der Initiator, der die Zukunftsfähigkeit des Konzeptes in den Vordergrund stellt: „Ich finde es besonders für Kinder wichtig, wenn die mitbekommen, wie das Gemüse wächst und was dahintersteckt. Die packen gerne selbst mit an. Das Schöne ist auch, dass die meisten Leute zwar vorher keine klassischen Hobbygärtner waren, sich aber sehr für die Anzucht und den Geschmack von hausgemachtem Bio-Gemüse interessieren.“

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