Oftersheim

Kindertheater Puppenspiel vom Hasen und dem Holunderbär im Rose-Saal fast ausverkauft

Auf der Suche nach dem Glückshut

Oftersheim.Puppenspieler Martin Fuchs war mit seinem Figurentheater Fex und dem Stück "Hase und Holunderbär - die große Pechsträhne" im Rose-Saal zu Gast. Die Inszenierung lehnt sich frei an das gleichnamige Bilderbuch von Walko an.

Mit 116 von 120 verkauften Karten war der Raum fast ganz ausverkauft. Kinder zwischen vier und acht Jahren, darunter auch einige Kindergartengruppen, füllten die Reihen und warteten gespannt darauf, dass Holunderbär und sein Begleiter, der Hase Ritter Freund, die Bühne betraten. Zur Belustigung des Publikums übernahmen beide sogleich die Regie über das Stück und gaben dem hörigen Puppenspieler Fuchs immer wieder Anweisungen. Der Holunderbär verliert an einem windigen Tag seinen Glückshut aus Stroh, ohne den er vom Pech verfolgt zu sein scheint.

Zusammen mit dem kleinen Hasen Ritter Freund begibt er sich auf eine abenteuerliche Reise, um den Hut wiederzufinden. Da wird der Bär auf seiner Suche schon mal von einem Bienenschwarm verfolgt und angegriffen. Natürlich begleitet von lautem Gelächter der Kinder, die pusten durften, um ihm den Schmerz erträglicher zu machen.

Nur die Freundschaft zählt

Schließlich rettet Holunderbär ganz ohne den Glückshut seinen Begleiter Ritter Freund aus dem Wasser, der trotz seines Glücksschwertes in den Fluss gefallen war. So lernt der unglückliche Bär, dass nicht die materiellen Dinge, sondern Freundschaft das größte Glück der Welt ist. Deshalb betrachtet Fuchs sein Stück auch als geglückte Unglücksgeschichte.

Die Vorstellung wird zwar immer wieder von lauterem und leiserem Gelächter der Kinder begleitet, aber für die Tragweite der transportierten philosophischen Weisheiten sind diese möglicherweise noch zu jung. So bleibt auch eine direkte Reaktion auf die Abschlussworte von Martin Fuchs zunächst aus, der feststellt: "Manchmal läuft alles rund und man ist vom Glück beschirmt." Dabei kreist er symbolisch einen gelben Sonnenschirm in seinen Händen. Der Abschlussapplaus kam dann natürlich doch und einige Kinder versicherten auf Nachfrage, dass ihnen das Theaterstück gut gefallen hat.

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