Oftersheim

Unglück Sturz in eine Grube endet für 61-Jährigen tödlich / Notarzt reanimiert den Mann am Unfallort / Freiwillige Feuerwehr und Rettungshubschrauber im Einsatz

Bauarbeiter erliegt seinen Verletzungen

Archivartikel

Oftersheim.Als der Rettungshubschrauber am Mittwoch kurz nach 8 Uhr über der Hardtgemeinde kreist und ortsnah zur Landung ansetzt, ahnen es die Beobachter schon: Hier, mitten unter ihnen, muss ein schlimmes Unglück passiert sein. Die Sirenen der acht Feuerwehrfahrzeuge aus Oftersheim und Schwetzingen sowie des Rettungswagens, die alle zu einer Baustelle in der Eichendorffstraße fahren, erhärten den Verdacht.

Bei einem tragischen Unfall war ein 61-jähriger Bauarbeiter mehrere Meter tief in eine Grube gestürzt und hat sich dabei so schwer verletzt, dass er knappe zwei Stunden später in einem Heidelberger Krankenhaus verstarb. Wie es zu dem Unfall kam, ist Gegenstand der Ermittlungen, die mittlerweile in die Wege geleitet wurden. Wie es in einer Pressemitteilung der Polizei heißt, fanden die Arbeitskollegen den Verunglückten bewusstlos und verständigten sofort über Notruf die Rettungskräfte. Seelsorger, die herbei gebeten wurden, betreuten die Männer, die tief schockiert waren. Die Sanitäter riefen die Freiwilligen Feuerwehren Oftersheim und Schwetzingen zur Hilfe, um den Verletzten aus der Grube seitlich des Neubaus herauszuheben. „Wir haben dafür eine Spezialtrage samt Drehleiter benutzt“, erklärte der Oftersheimer Feuerwehrkommandant Rüdiger Laser gegenüber unserer Zeitung.

Sein Team, das nur wenige Meter weiter in der Mozartstraße stationiert ist, hatte den Notruf um 8.24 Uhr empfangen und war mit vier Fahrzeugen sowie 15 Einsatzkräften vor Ort. Die hinzu gerufenen Kameraden aus Schwetzingen waren mit zehn Kräften und ebenfalls mit vier Fahrzeugen vertreten, berichtete Rüdiger Laser weiter.

Ermittlungen dauern an

Das 61-jährige Opfer konnte am Unfallort zunächst von einem Notarzt reanimiert werden. Doch schon zu diesem Zeitpunkt wurde klar, dass die Verletzungen lebensgefährlich waren. Der Mann wurde in die Klinik gebracht, aber letztlich kam jede Hilfe zu spät. Trotz umfangreicher Rettungsmaßnahmen, die sofort eingeleitet wurden, erlag der Bauarbeiter seinen schweren Verletzungen. Die weiteren Ermittlungen der Kriminalpolizei zum Hergang des Unglücks dauern an. Auch das Gewerbeaufsichtsamt des Rhein-Neckar-Kreises und die Berufsgenossenschaft wurden – wie in solchen Fällen üblich – eingeschaltet und haben die Unglücksstelle besichtigt. Den ganzen Vormittag lang sicherten Polizeibeamte die Spuren, Untersuchungen waren in vollem Gange. Nachdem die Straße zunächst für den Verkehr gesperrt worden war, konnte sie im Laufe des Morgens wieder freigegeben werden. Die Baustelle, die bis auf Weiteres gesperrt bleibt, befindet sich gegenüber dem Gemeindepark. Dort soll ein Einfamilienhaus entstehen. Die Arbeiten sind bis zum Boden des Erdgeschosses fortgeschritten, von dieser Ebene muss der Verunglückte nach den bisherigen Erkenntnissen in die Grube gestürzt sein. cat/az

Das Wichtigste von heute
Newsticker Rhein-Neckar
Newsticker Schwetzinger Zeitung
Newsticker überregional