Oftersheim

Landfrauen Erntedankfest liefert nicht nur kulinarische Appetithappen / Irene Gieser liefert interessante Informationen zur Paradiesfrucht

Bei ihnen steht der Apfel im Mittelpunkt

Oftersheim.„In meinem kleinen Apfel, da sieht es lustig aus …“, ein Lied, das jeder kennt, gehörte beim Erntedankfest mit Vesper der Landfrauen dazu. Gerne singen die vielen Frauen, die an herbstlich gedeckten Tischen Platz genommen hatten. Ober-Landfrau Irene Gieser hatte sich mit einigen Frauen zusammengetan, dabei kam ein Programm mit einer Mischung aus Liedern, Gedichten und einer Information zum Vitaminspender „Apfel“ heraus.

„Üblicherweise haben wir kein konkretes Thema im Herbst beim Erntedank“, erklärte Gieser, aber weil die Apfelernte dank bestem Wetter einen derartigen Überfluss bietet, war das Anlass genug, sich einmal ausführlicher mit dem Obst auseinanderzusetzen.

Weil man besser zuhören kann, wenn der Magen gefüllt ist, erfreuten sich die 40 von 65 Mitgliedsfrauen aus dem ländlichen Raum an einem Vesperteller mit einer Auswahl Hausmacher Wurst. Frisches Brot, saure Gurken und Radieschen schmeckten prima, dazu gab es frisch gepressten Apfelsaft oder Apfelwein.

Irene Gieser erzählte vom Apfel, wie er wächst, welche Blüten er treibt, wie das mit der Befruchtung klappt, den daraus entstehenden Früchten. Im Spätsommer, Herbst und bei richtiger Lagerung der regionalen Früchte auch im Winter, sind die rotwangigen oder grünlich schimmernden Früchte willkommene leckere Ergänzung in der ausgewogenen und gesunden Ernährung. Duftende Apfelkuchen und -torten, Apfelmus, Apfelsaft und -wein sind nur wenige der schmackhaften Produkte, die man gerne genießt. Da passte das „Apfel-Danke-Lied“, das vielstimmig gesungen wurde, bevor Gisela Deinert ein gedichtetes Loblied auf die Kernobstgattung zum Besten gab.

Dass der Apfel auch für Gefühle steht, teilte Renate Gieser in einer kleinen Geschichte mit: „Du bist wie wir: jung bist du, frisch und knackig, hast glatte Haut, im Alter wirst auch du schrumpelig“, waren Zeilen, die den Damen ein Lachen entlockten. Mit einem weiteren Lied drehte sich das Thema dem Erntedank zu, zu dem aber Äpfel als Gaben immer dazugehören. „Wir ernten die Früchte der Erde, die Rüben, das Gemüse – eine bunte Pracht“, zitierte Jutta Kirn aus Versen. Ganz besondere Dinge, die man beim Danken immer vergisst, hatte erneut Renate Gieser parat: „Für den Schatten, denn dann scheint auch die Sonne; für den Wäscheberg, denn dann haben wir genug zum Anziehen, es geht uns gut.“ Ein charmant erhobener Zeigefinger, der zum Nachdenken anregte. zesa

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