Oftersheim

Katastrophenfall Seit einem Jahr klingelt das Smartphone

Beim Sturm hat Katwarn früh alarmiert

Archivartikel

Oftersheim/Region.Etwa 34 000 Menschen lassen sich im Rhein-Neckar-Kreis über die Smartphone-App Katwarn vor Katastrophen warnen. Das teilt der Landkreis mit, der den Warnservice vor genau einem Jahr, am 7. April 2017, eingeführt hat. Seitdem werden die Menschen im Rhein-Neckar-Kreis bei Großschadens-, Gefahren- und Katastrophenlagen über ihr Mobiltelefon gewarnt. Unter anderem war Katwarn für die Menschen in Oftersheim bei dem Sturm wichtig, der Anfang August getobt hat.

Katwarn steht als kostenlose App für Smartphones zur Verfügung. Es soll ergänzend zu Lautsprecheransagen, Internetportalen, sozialen Medien, Rundfunk und Fernsehen vor Gefahrensituationen warnen und darüber informieren.

Effektiv übers Mobiltelefon

„Bei Gefahren, etwa durch Großbrände und schwere Unwetter, ist es wichtig, schnell informiert zu sein – heute geht das kaum effektiver als über das Mobiltelefon. Die stetig steigenden Nutzerzahlen zeigen, dass es die richtige Entscheidung war, das System auch im Rhein-Neckar-Kreis in Betrieb zu nehmen“, sagt der für den Katastrophenschutz zuständige Ordnungsdezernent Christoph Schauder.

Seit dem Startschuss wurde von der Integrierten Leitstelle in Ladenburg acht Mal (einschließlich eines Probealarms) eine Warnung über Katwarn verschickt. Die höchste Zahl an empfangenen Nutzern wurde am 28. September erreicht, als 31 381 Menschen vor einer Lebensmittelerpressung gewarnt wurden.

Im Fall, dass nur ein begrenztes Gebiet von einer Gefahr betroffen ist, werden mit der sogenannten Schutzengel-Funktion ausschließlich die Menschen gewarnt, die sich zum Zeitpunkt der Gefahr direkt im Gefahrengebiet aufhalten oder diesen Bereich zuvor angegeben haben. Alle anderen Menschen werden nicht unnötig in Unruhe versetzt, teilt der Kreis mit. zg

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