Oftersheim

Spaziergang Abstandsgebot gilt auch beim Waldbesuch

Besonderer Schutz für die Brut und Aufzucht

Archivartikel

Oftersheim.Da in den vergangenen Wochen der Besucheransturm auf den Erholungswald enorm zugenommen hat und viele Mitbürger dort spazieren gehen oder Sport treiben, weist die Gemeinde auf Regelungen hin, die speziell beim Waldbesuch gelten.

Dazu gehört beispielsweise der Schutz des Waldes vor Feuergefahren, der gerade in den Sommermonaten und langanhaltenden Trockenperioden sehr wichtig ist. Die Auswirkungen eines unkontrollierten Feuers sind verheerend: Es vernichtet Rohstoffe und gespeicherte Energie, setzt gebundenes CO2 frei, bedroht Tiere und Pflanzen und raubt ihnen Nahrung oder sogar den gesamten Lebensraum, heißt es in einer Mitteilung der Gemeinde.

Lebensraum für Wildtiere

Auch sollten alle Besucher beachten, dass sie sich im Lebensraum der Wildtiere aufhalten und entsprechend verhalten. Ähnliches gilt für Ausflüge mit Hunden. Der Wald in und um Oftersheim gehört zum Waldschutzgebiet „Schwetzinger Hardt“. Hunde müssen hier in der Zeit vom 1. Februar bis 31. August an der Leine geführt werden. Bodenbrütende Vogelarten benötigen in dieser Zeit für ihre Balz, Brut und Aufzucht besonderen Schutz.

Auch der motorisierte Fahrzeugverkehr hat im Wald nichts zu suchen. Das Landeswaldgesetz besagt unter anderem, dass das Fahren und Abstellen von Kraftfahrzeugen oder Anhängern jeder Art im Wald nicht zulässig ist. Ausnahmen gelten für die Waldbewirtschaftung und Jagdausübung. Sollte eine Anfahrt mit dem Fahrzeug notwendig sein, sollten die ausgeschilderten Parkplätze am Wald oder in der Nähe des Waldes genutzt werden. Das Parken vor Schranken – auch wenn diese geschlossen sind – oder am Rand von Zufahrtswegen zum Wald ist verboten. Holztransporter oder Erntemaschinen befahren zu teils ungewöhnlich erscheinenden Zeiten die Waldwege und benötigen die gesamte Wegbreite.

Damit alle den Wald genießen können, nachfolgend die allgemeinen Verhaltensregeln im Überblick:

Hunde müssen vom 1. Februar bis 31. August an die Leine.

Das Reiten ist nur auf den mit einem Pferdekopf gekennzeichneten Wegen erlaubt.

Besucher müssen auf den Wegen bleiben, damit die Tiere nicht bei der Aufzucht ihres Nachwuchses gestört werden.

Geocaching oder ähnliche Aktivitäten sind im Schon- und Bannwald nicht zulässig. Auch im Erholungswald sollten in der Brut- und Setzzeit die Wege nicht verlassen werden.

Es gilt ein Rauch- und Feuerverbot vom 1. März bis zum 31. Oktober.

Spaziergänger dürfen keinen Müll oder Essensreste hinterlassen.

Man darf ausschließlich die ausgeschilderten Waldparkplätze benutzen. Fahrwege müssen jederzeit für Rettungskräfte frei gehalten werden.

Das Betreten von Jagdeinrichtungen ist untersagt.

Das aktuelle Abstandsgebot gilt natürlich auch im Wald. „Rudelbildung“ ist den Wildtieren vorbehalten. Wenn alle Besucher diese Hinweise beachten, steht einem Waldbesuch nichts im Wege. zg

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